Vom Versuch, mit sich selbst befreundet zu sein
Seine Endzwanziger hat sich Hendrik Popom anders vorgestellt. Nichts will ihm so richtig gelingen. In seinem Agenturjob sitzt er seine Zeit ab, mit seiner Freundin lief es schon einmal besser. Dann ist da plötzlich dieser Mann – Popóm. Er ist fast doppelt so alt und dennoch weiß Hendrik: Dieser Mann bin ich.
Zögerlich nähern sich die beiden einander an. Ihre Beziehung ist voller Rätsel, Zuneigung und Widerstände. Mehr und mehr vernachlässigt Hendrik sein eigenes Leben und klammert sich, in der Hoffnung auf Halt und Sicherheit, an Popóm. Doch der weicht zurück.
Joahnna Sebauer bedient sich in ihrem neuen Roman sicher und elegant eines klassischen Literaturmotivs, dem des Doppelgängers, und bewegt sich damit auf den Spuren meisterhafter literarischer Vorgänger. Nach dem großen Erfolg ihres Debüts ›Nincshof‹ und der beim Bachmann-Wettbewerb mehrfach ausgezeichneten Kurzgeschichte ›Das Gurkerl‹ lotet sie erneut die Grenzen zwischen Fiktion und Realität aus – leichtfüßig und mit viel Humor.