Der Schriftsteller Mohsin Hamid ist einer der Keynote-Speaker auf der Eröffnungspressekonferenz der Frankfurter Buchmesse (Dienstag, 18. Oktober 2022, 11.00 Uhr im Frankfurt Pavilion auf dem Messegelände). In seinem aktuell erschienenen Buch ›Der letzte weiße Mann‹ (DuMont / Übersetzung: Nicolai von Schweder-Schreiner) entwirft er ein Szenario, in welchem die weiße Bevölkerung einer unbenannten Stadt ihre Hautfarbe wechselt: Protagonist Anders ist der erste, der eines Morgens in den Spiegel blickt, um festzustellen, dass seine Hautfarbe nun dunkel ist. Er bleibt kein Einzelfall. In diesem Szenario wird eine Gemeinschaft auf surreale Weise mit ihren Ängsten und Vorurteilen konfrontiert. Einige der zentralen Aspekte des Romans, so beschreibt es ein Rezensent in der britischen Tageszeitung The Guardian, seien das Sehen, das Gesehen werden.
»Zur Eröffnungspressekonferenz der Frankfurter Buchmesse laden wir Autor*innen ein, die in ihren Büchern drängende gesellschaftliche Themen adressieren. In den vergangenen Jahren haben Nobelpreisgewinnerin Olga Tokarczuk und Francis Gurry, der Director General der WIPO – World Intellectual Property Organization (2019), Chimamanda Ngozi Adichie (2018) und Salman Rushdie (2015) hier ihre sehr persönliche Sicht auf aktuelle Fragen dargelegt. Sie haben Denkanstöße gegeben und unseren Blick geweitet«, sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse.
»Mohsin Hamid erweist sich in seinem neuen Buch einmal mehr als großer Erzähler, der die wunden Punkte unserer Zeit in den Blick nimmt und sie so lange ausleuchtet, bis neue Erkenntnisse möglich sind. Ich freue mich, dass wir mit Mohsin Hamid eine der interessantesten Stimmen der Gegenwartsliteratur zu Gast haben werden«, führt er aus.
Mohsin Hamid, geboren in Lahore, Pakistan, studierte Jura in Harvard und Literatur in Princeton. Heute lebt er mit seiner Familie in Lahore und London. Seine Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt. ›Der Fundamentalist, der keiner sein wollte‹ (2007 / Übersetzung: Eike Schönfeld) wurde von Mira Nair verfilmt. Bei DuMont erschienen zuletzt die Romane ›So wirst du stinkreich im boomenden Asien‹ (2013 / Übersetzung: Eike Schönfeld) und ›Exit West‹ (2017 / Übersetzung: Monika Köpfer) sowie der Essayband ›Es war einmal in einem anderen Leben‹ (2016 / Übersetzung: Monika Köpfer). Mit ›Der Fundamentalist, der keiner sein wollte‹ und ›Exit West‹ stand Mohsin Hamid auf der Shortlist des Man-Booker-Preises.
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