Eingewanderte Wörter

Matthias Heine

Eingewanderte Wörter

Von Anorak bis Zombie

144 Seiten, 30 farbige Abbildungen

Erscheinungstag: 18.08.2020
ISBN 978-3-8321-7050-9

Leseprobe Öffnen
18,00*

* Preis inkl. MwSt. in Deutschland

12,99*

* Preis inkl. MwSt. in Deutschland

Bonze, Datsche, Karacho und Nordlicht – Sprachgeschichte(n) mit Aha-Effekt

Sprachwandel ist kein Phänomen der Neuzeit. Seit Jahrhunderten nehmen wir immer wieder Wörter ins Deutsche auf. Schon nach kurzer Zeit ist deren Herkunft aber so gründlich verschleiert, dass wir überzeugt sind, sie seien schon immer Teil unserer Muttersprache gewesen. Und nein, hiermit sind keine umstrittenen Anglizismen gemeint. Ständig nutzen wir Ausdrücke, die z. B. aus dem Grönländischen (Anorak), aus dem Ungarischen (Tollpatsch), aus dem Rätoromanischen (Gletscher) oder dem längst ausgestorbenen karibischen Taino (Hängematte) entlehnt sind.
Diese Wortmigranten sind meist nicht auf direktem Weg ins Deutsche eingewandert, sondern haben oft lange Zwischenstationen anderswo gemacht. Schon dabei hatte sich ihre Bedeutung häufig gewandelt und ihre Form und Aussprache unseren Gewohnheiten angenähert. In Wörterbüchern und wissenschaftlicher Fachliteratur findet man jedoch selten Informationen darüber, wo all die Konquistadoren, Kolonialisten und Kaufleute, die gewissermaßen als linguistische Zwischenhändler agierten, jene Wörter ursprünglich einmal aufgeschnappt hatten.

Matthias Heine

Matthias Heine, 1961 in Kassel geboren, hat in Braunschweig Germanistik und Geschichte studiert. Seit 1992 ist er Journalist in Berlin, hat u. a. für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, taz, BZ, den Cicero, Neon und Theater heute geschrieben. Seit 2010 ist er Kulturredakteur der Welt. Er hat bereits mehrere Bücher zum Thema Deutsche Sprache veröffentlicht.