Jeder Tag ist Muttertag

Hilary Mantel

Jeder Tag ist Muttertag

Roman

256 Seiten, Bedruckte Umschlaginnenseiten, Originalverlag: Chatto & Windus, London 1985 , Originaltitel: Every Day Is Mother's Day
Erstmals im Taschenbuch
Erscheinungstag: 18.05.2017
ISBN 978-3-8321-6410-2

Übersetzung: Werner Löcher-Lawrence iWerner Löcher-Lawrence, geboren 1956, ist als literarischer Agent und Übersetzer tätig. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen u. a. John Boyne, Ethan Canin, Patricia Duncker, Hisham Matar, Louis Sachar, Nathan Englander und Nathan Hill.

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»Muriel Axon ist eine der überlebensgroßen, unvergesslichen Figuren der Weltliteratur.« RICHARD KÄMMERLINGS, LITERARISCHE WELT

Evelyn und Muriel Axon, Mutter und Tochter, führen ein gespenstisches Leben. Ihren Nachbarn sind die beiden ein Graus, doch Evelyn legt ohnehin keinen Wert auf Kontakt mit ihren Mitmenschen. Verbissen schlägt sie jeden Sozialarbeiter, der mit ihr über die Fördermöglichkeiten für ihre behinderte Tochter sprechen will, in die Flucht. Im Haus selbst reden Mutter und Tochter nur das Nötigste miteinander; heimlich beobachtet eine die andere und lauert auf den eigenen Vorteil.
Doch das trotz aller Feindseligkeiten eingespielte Leben ist plötzlich ernsthaft gefährdet: Die geistig zurückgebliebene Muriel scheint schwanger zu sein. Wie kann das sein, verlässt sie doch nie das Haus? Und was soll werden, wenn erst einmal das Kind da ist? Dass ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt eine neue Sozialarbeiterin auftaucht, macht die Situation für Evelyn nicht leichter. Ganz im Gegenteil. Isabel Field ist ähnlich verbissen und starrköpfig wie Evelyn. Zudem häufen sich auch in ihrem Leben die Probleme, nicht zuletzt mit ihrer Mutter, sodass sie zumindest einen Sieg davontragen will.

Eine schwarze Komödie über aufeinanderprallende Leben, über Sex, Tod, Wahnsinn, Erwachsensein und soziale Einrichtungen

Das Debüt der zweifachen Booker- Preis-Gewinnerin, in dem bereits ihr ganzes Können zu sehen ist.

Stimmen zum Buch

»Ungelogen, auf jeder der 256 Seiten hält man inne und bewundert, wie Mantel die Tragikomik des ganz normal beschissenen Familienalltags seziert.«
Anne Haeming, SPIEGEL ONLINE

»Mit grimmiger Wärme schildert Mantel ein Milieu, das in seiner Erstarrung keine Wünsche duldet und keine Sehnsucht nach Aufbruch. Das kommt einem auch fast 30 Jahre, nachdem es geschrieben wurde, ziemlich zeitgemäß vor. Auch Mantels Talent für Dialoge wird in diesem ersten Roman sichtbar. […] Es macht Spaß, das Werk dieser Schriftstellerin kreuz und quer zu erkunden, Hinweise darauf zu finden, wie sich ihr Stil formte, das Nebeneinander von nüchternen, reportierenden Sätzen und spirituell aufgeladenen Passagen, zu erkennen, wie sie schon früh mit ungewöhnlichen Blickwinkeln arbeitete und mit unvermittelten Wendungen im Handlungsverlauf.«
Claudia Voigt, LITERATUR SPIEGEL

»Mantels Debüt […] erzählt mit subtilem Humor von seelischer Grausamkeit und der Unfähigkeit, sich aus der Tristesse eines verkorksten Lebens zu befreien.«
Judith Liere, STERN

»Eine bitterböse schwarze Komödie.«
ALLEGRA

»Superstar der Literatur«
Thomas Schindler, ARD MOMA

»Hilary Mantel entwirft mit ›Jeder Tag ist Muttertag‹ das spannungsgeladene Psychodrama einer symbiotischen Mutter-Tochter-Beziehung.«
3SAT

»Hilary Mantel ist heute eine der wichtigsten Stimmen in der englischsprachigen Literatur, nach und nach erscheinen ihre Bücher nun auch auf Deutsch. Ihr erster Roman zeigt eine Qualität, die sich durch viele Werke von Hilary Mantel zieht: ein leiser, in aller Ruhe ausgespielter, durchdringend böser Humor.«
Frank Meyer, DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

»Hilary Mantel ist eine scharfsinnige Beobachterin des ganz gewöhnlichen zwischenmenschlichen Elends […] Ein kleines Meisterstückchen.«
Ruth Fühner, HR2 KULTUR

»Was Hilary Mantel […] kann, ist wirklich, diesen genauen, scharfen Blick einzusetzen.«
Rainer Moritz, NDR KULTUR GEMISCHTES DOPPEL

»Faszinierende Düsternis«
Hans-Dieter Fronz, MANNHEIMER MORGEN

»Gruselig, böse, gnadenlos. […] Bei Hilary Mantel gibt es keine Küchenpsychologie, keine krampfhaften Erklärungen, die Kälte in der Analyse der menschlichen Beziehungen, das Böse der Charaktere, sie werden bis zum beinahe unerträglichen Ende durchgehalten.«
Britta Bode, BERLINER MORGENPOST

»Hilary Mantel hat einen tiefschwarzen Humor, gespeist aus einem schrägen, manchmal bösen Blick auf die so genannte Alltags-Normalität und einem wachen Sinn für das Unheimliche und Abgründige, das dahinter rumort.«
Sigrid Löffler, RADIO BREMEN

»Bitterböse ist das Bild, das Hilary Mantel von dem Beziehungsgeflecht Familie zeichnet. Das zu lesen macht durchaus Spaß, zumal die Autorin eine fabelhafte Stilistin ist, die mit Sprache umzugehen weiß wie ein Koch mit seinen Messern.«
Petra Pluwatsch, BÜCHER MAGAZIN (KSTA)

»Hilary Mantels Debütroman erscheint nun erstmals auf Deutsch und beweist, dass die für ihre Tudor-Romane ›Wölfe‹ und ›Falken‹ preisgekrönte und in den Adelsstand erhobene britische Autorin schon 1986 eine überaus scharfsinnige Beobachterin des Zwischenmenschlichen war. Diesem Anfang wohnt in der Tat ein Zauber inne.«
KULTURNEWS

»Hilary Mantel erzählt […] mit großer Lust, mit viel Boshaftigkeit. Beim Lesen muss man immer wieder laut lachen und das Lachen bleibt einem im Halse stecken.«
Sandra Kegel, 3SAT KULTURZEIT

Hilary Mantel

Hilary Mantel, geboren 1952 in Glossop, England, war nach dem Jura-Studium in London als Sozialarbeiterin tätig. Für den Roman ›Wölfe‹ (DuMont 2010) wurde sie 2009 mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet. Mit ›Falken‹, dem zweiten Band der Tudor-Trilogie, gewann Hilary Mantel 2012 den Booker erneut. Bei DuMont erschienen zuletzt die Romane ›Jeder Tag ist Muttertag‹ und ›Im Vollbesitz des eigenen Wahns‹ (beide 2016).