Jahrgang 1926/27

Jahrgang 1926/27

Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz

240 Seiten Erscheinungstag: 10.10.2007
ISBN 978-3-8321-8059-1

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Die Frage nach der Schuld: Die „verlorene Generation" erinnert sich

Heute um die achtzig, bei Kriegsende kaum volljährig: Die Angehörigen der Jahrgänge 1926/27 sind gleichwohl ins Visier der Kritik geraten. Die Flakhelfer von einst, lange als „verlorene Generation" begriffen, werden jetzt mitunter gar zu Tätern gemacht.

Vermeintliche oder tatsächliche NSDAP- oder SS-Mitgliedschaften von Jugendlichen werden als Indiz genommen, um bislang unbescholtene Biographien ins Zwielicht zu rücken. Die Frage nach der historischen Wirklichkeit, nach den Lebensumständen, die seinerzeit herrschten, wird in der Debatte seltsam ausgeblendet. Dem tritt dieses Buch entgegen.

Siebenundzwanzig prominente Autorinnen und Autoren der Jahrgänge 1926/27 aus den Bereichen Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erzählen von ihren Erfahrungen aus den Jahren der Nazi-Diktatur, von den Gefahren, denen sich aussetzte, wer zur falschen Zeit am falschen Ort das Richtige sagte, und auch von eigenen Irrtümern und Blindheiten gegenüber den Verbrechen des Regimes. So entsteht aus den unterschiedlichen Lebensläufen und Entwicklungen ein differenziertes Gesamtbild jener Generation, die um ihre Jugend betrogen wurde.


Mit Beiträgen u. a. von:
Günter de Bruyn,
Heinz-Horst Deichmann
Erhard Eppler
Hans-Dietrich Genscher
Dieter Hildebrandt
Otto Graf Lambsdorff
Siegfried Lenz
Hermann Lübbe
Alfred Neven DuMont
Uta Ranke-Heinemann
Barbara Rütting
Wolf Jobst Siedler
Hans-Jochen Vogel
Sonja Ziemann

Stimmen zum Buch

„Es ist ein Ereignis der ganz besonderen Art. Wichtig da, wo es um den jeweiligen Autor geht. Aber bedeutungsvoll als Ganzes. Denn als Gesamtwerk spiegelt es das nationale Niveau wider. […] Jeder Beitrag für sich eine Besonderheit. Erst in der Gesamtschau wird es ein Werk von herausragendem Charakter. […] Ich behaupte, dass es Vergleichbares wie dieses nicht gibt. […] Den Schulbehörden ist ausdrücklich zu raten, diesen 'Jahrgang 1926/27’ zur Pflichtlektüre zu erklären. Damit unsere Kinder und die Nachkommen endlich ohne falsche Rücksichtnahme erfahren, was damals Sache war.“
TAGESSPIEGEL

„Dass es sich dabei um sehr subjektiv gefärbte […] Berichte handelt, versteht sich von selbst, entwertet sie deshalb aber nicht. Im Gegenteil. Gerade die subjektiv gebundene Erinnerung gibt Dinge preis, die gewöhnlich durch das Raster einer ‚objektiven’ Geschichtsschreibung fallen.“
DIE ZEIT

„Die Autoren des Bandes schildern ihre Erinnerungen sehr authentisch. […] Der Band ist zweifellos für junge Leute heute, die sich die damaligen Bedingungen wohl nur schwer vorstellen können, hochinformativ. Und er tritt all denen entgegen, die Jahrzehnte danach allzu schnell über diese Generation urteilen.“
STUTTGARTER ZEITUNG

„Unmittelbar sind die Erzählungen aus diesen letzten Kriegsjahren, ergreifend uns nah. Lassen eine Ahnung zu von einer verlorenen Jugend im braunen Sumpf. Anrührend schildert Verleger Alfred Neven DuMont seine Jugend.“
KÖLNER EXPRESS

„Eine bemerkenswerte Sammlung von Erfahrungsberichten. […] Nicht nur sprachlich ein Hochgenuss der Beitrag von Schriftsteller Siegfried Lenz. Und Herausgeber Neven DuMont selbst fügt in seiner sehr persönlich gehaltenen, teils anrührenden Schilderung die Facette eines im großbürgerlichen Milieu herangewachsenen Jugendlichen hinzu.“
KÖLNISCHE RUNDSCHAU

„Und das ist es, was dieses Buch zu einer wichtigen Lektüre macht: die Aufrichtigkeit vieler Autoren, die nicht vor der Bekenntnis zurückschrecken, damals geirrt zu haben in ihrem juvenilen Glauben an den Nationalsozialismus.“
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG

„Ein bemerkenswertes Buch.“
ABENDZEITUNG