Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

Judith Kuckart

Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

Roman

220 Seiten Erscheinungstag: 26.08.2015
ISBN 978-3-8321-9807-7

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Das Leben kann ab und an und vor allem jetzt verlangen, ungestüm gelebt zu werden.

… Aber deswegen musst du dich doch nicht gleich tot stellen, Leonhard«, hatte sein Klavierlehrer einmal gesagt.
Silvester verbringt der achtzehnjährige Leonhard allein im Haus seiner Eltern. Am Neujahrsmorgen kommt das Leben dann einfach zu ihm: Eine fremde Frau schläft auf dem Boden in der Diele. In der nächsten Nacht schläft Leonhard mit ihr im Gästezimmer.
Emilie und Maria hingegen, beide über siebzig, sind unternehmungslustig, wenn auch den Ereignissen auf ihrer Reise in ein tschechisches Kurhotel nicht mehr ganz gewachsen. War es wirklich ein Klavierlehrer, der sie dorthin fuhr, und hat er tatsächlich betrunken die Nacht im Bett zwischen den alten Damen verbracht?
In einem Reigen aus elf Episoden erleben Judith Kuckarts Figuren Unerhörtes. Es gibt ihrem Leben eine unerwartete Wendung und dem Leser eine Ahnung, dass alles zusammengehört: Lust und Schrecken, Liebe und Tod, Schuld und Glück.

Stimmen zum Buch

„Ich weiß nur, dass ich es lesen werde, weil Judith Kuckart so poetisch und besonders schreibt, dass es gleichgültig ist, wovon es handelt. [...]Dann glüht der Sommer noch und wird noch einmal groß.“
Elke Schmitter, SPIEGEL ONLINE

„Ein Bilder- und Figurenreigen, dessen Hauptpersonen nur locker miteinander verbunden sind. […] Alles wirkt zufällig und absichtslos, obwohl die Autorin viel konstruiert haben muss […] Wie ein Kopfkino aus verschiedenen Filmen hat sie ihren Roman gebaut. […] etwas Verwischtes, Sehnsüchtiges, Schlaftrunkenes umgibt die Figuren […] eine Spur von Verletzlichkeit, durchzieht den Roman.“
Meike Fessmann, SZ

„Kuckarts Erzählungen machen erfahrbar, wie sich die Perspektive auf die Ereignisse fundamental verändern kann, indem sich der Fokus verschiebt. Zugleich ist die Autorin so klug, kein lückenloses Netz zwischen den Erzählungen zu knüpfen. Vielmehr werden die Figuren und mit ihnen die Leserin vom Vexierspiegel des Lebens zwischen Einsamkeit und Liebe, Glück und Unglück hin- und hergeworfen, zurückgeworfen auf die Absurdität der Existenz.“ Martina Läubli, NEUE ZÜRICHER ZEITUNG

„Wie alles ausgeht in diesem sinnlich-intelligenten, todtraurigen aber nicht hoffnungslosen Buch, sei nicht verraten. Aber man muss bei dieser nie eitel auftrumpfenden Prosa auf der Hut sein. Denn hinter jeder unscheinbaren Alltagsecke kann das Ungeheuerliche, das alles gewaltsam Verändernde lauern.“
Hartmut Wilmes, KÖLNISCHE RUNDSCHAU

„Weder ausschweifend-überbordend noch nachlässig-salopp, sondern auf erhellende Weise klar. Ihre Sätze schaffen Räume fürs Denken, hinter scheinbar beiläufig Hingetupften scheinen andere, noch nicht geschriebene Romane auf. Man findet Leseglück."
Hannes Krauss, WAZ

„Ein oft trauriges, aber dennoch federleichtes Buch.“
Hilde Osberger, SEGEBERGER ZEITUNG

„Ein sehr komisches, tragisches und sehr skurriles Buch über den Sinn des Lebens."
PEOPLE

„Die Geschichten aus dem Roman berühren nicht nur, sie sind vor allem in einer bildstarken, einprägsamen Sprache erzählt."
Daniela Hungbaur, ALLGÄUER ZEITUNG

„Auf erhellende Weise klar."
Hannes Krauss, WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU

„Mit federleichten, jeden Anflug von Pathos verscheuchenden Sätzen baut Judith Kuckart eine Episode nach der anderen vor uns auf."
Matthias Hannemann, F.A.Z.

„Kuckarts Sätze schaffen Räume fürs Denken. […] In ihren besten Passagen erinnert sie an den russischen Erzähler Anton Tschechow.“
Hannes Krauss, NEUE RUHR ZEITUNG

„Die Schriftstellerin Judith Kuckart ist eine Meisterin darin, flüchtige Momente einzufangen […] Sie hat dieses Buch klug und raffiniert konstruiert, doch niemals merkt man ihrer Literatur irgendwelche Anstrengungen an.“
Claudia Voigt, SPIEGEL ONLINE

„Reizvolle Prosa.“
Klaus Zeyringer, DER STANDARD

„Sie verwandelt zwar nicht die Welt, aber unseren Blick darauf, und so sehen wir, wie schwebend schön Traurigkeit sein kann."
Ingrid Mylo, BADISCHE ZEITUNG

„Eine großartige Schriftstellerin (…) ebenso klug wie lustvoll montierter Roman (...) Gleichermaßen aufregend und befriedigend wirkt diese Prosa, die sich traut, das Glück ins Auge zu fassen."
TL, KÖLNISCHE RUNDSCHAU

„Intensiv und temporeich erzählt fügen sich die Geschichten zwischen skurriler Alltäglichkeit und kleinen Wundern zu einem Roman wie ein Tanz - mal wild, mal melancholisch und immer existenziell - das richtige Buch zum Jahresbeginn."
Bettina Hesse, WDR 5

„Wie eigenständige Filmsequenzen setzen sich Kuckarts oft überraschende und immer lakonisch-unprätentiöse Plots zusammen zu einem facettenreichen Bild, das jedoch blinde Flecken behält, die Spannung erzeugen."
Jochen Grywatsch, WESTFALENSPIEGEL

„Judith Kuckart hält uns in ihrem neuen Roman einen Spiegel vor, zeigt uns allen unsere kleinen und großen Schwächen."
Peter Mohr, WIENER ZEITZUNG

Judith Kuckart

Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt als Autorin und Regisseurin in Berlin und Zürich. Sie veröffentlichte bei DuMont den Roman ›Lenas Liebe‹ (2002), der 2012 verfilmt wurde, den Erzählband ›Die Autorenwitwe‹ (2003), die Neuausgabe ihres Romans ›Der Bibliothekar‹ (2004) sowie die Romane ›Kaiserstraße‹ (2006) und ›Die Verdächtige‹ (2008). Ihr Roman ›Wünsche‹ (2013) stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Judith Kuckart wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (2012). Auszeichnungen (Auswahl) Margarete-Schrader-Preis für Literatur der Universität Paderborn, 2006 (Laudatio von Norbert Otto Eke) Deutscher Kritikerpreis, 2004 Deutsche Akademie, Villa Massimo, Rom, 1997/1998 Weitere Veröffentlichungen (Auswahl) Der Bibliothekar. Roman. Gatza bei Eichborn, 1998 Die schöne Frau. Roman. S. Fischer, 1994 Wahl der Waffen. Roman. S. Fischer, 1990 Im Spiegel der Bäche finde ich mein Bild nicht mehr. Gratwanderung einer anderen Ästhetik der Dichterin Else Lasker-Schüler. Essays. S. Fischer 1985 Beiträge in Anthologien (Auswahl) Hundetagebuch. In: Geschichten für Kinder. Hrsg. Rufus Beck, Rowohlt Berlin, 2006 Was habe ich eigentlich? In: Es schneit in meinem Kopf. Erzählungen über Alzheimer und Demenz. Hrsg. Klara Obermüller, Nagel & Kimche, Zürich 2006 Theaterstücke Blaubart wartet. Ein Stück für sechs Zimmer, fünf Frauen und einen Opernsänger S. Fischer Verlag Theater & Medien. Uraufführung im Rahmen der Berliner Festspiele im Hotel Bogota, Berlin 2002 Melancholie 1 oder die zwei Schwestern S. Fischer Verlag Theater & Medien. Uraufführung Berlin Ensemble 1996 Last Minute Fräulein Dagny S. Fischer Verlag Theater & Medien. Uraufführung Freie Kammerspiele Magdeburg/LTT Tübingen 1995 Hörspiele Krimisommer mit Kommissar Maigret SFB-ORB/MDR/SWR/steinbach sprechende bücher, 2003 Mit: Christian Berkel, Friedhelm Ptok, Christian Brückner u.a. Funkeinrichtung und Regie für neun Kriminalromane von Georges Simenon Sätze mit Datum Hörspiel SWR, 2000 Mit: Anne Tismer Regie: Hans Gerd Krogmann Melancholie 1 oder die zwei Schwestern Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück. SFB/ORB 1998 Mit: Werner Wölbern, Corinna Kirchhoff, Jenny Gröllmann, Gisela Uhlen, Irm Hermann, u.a. Regie: Barbara Plensat Stimmen unterwegs oder Wer dreimal die gleiche Bar betritt hat ein Zuhause im Stehen Hörspiel SWR 2 2008 Mit: Astrid Meyerfeld Regie: Ulrich Lampen