Gestalt des letzten Ufers

Michel Houellebecq

Gestalt des letzten Ufers

Gedichte

176 Seiten , Originalverlag: Flammarion, 2013, Originaltitel: Configuration du dernier rivage
Deutsch/Französisch
Erscheinungstag: 03.04.2014
ISBN 978-3-8321-9741-4

Übersetzung: Hinrich Schmidt-Henkel i , Stephan Kleiner iSTEPHAN KLEINER, geboren 1975, lebt als freier Lektor und Übersetzer in München. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen T. C. Boyle, Keith Gessen, Chad Harbach, Michel Houellebecq, Marlon James, Tao Lin, Hilary Mantel, Josh Weil und Meg Wolitzer.

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Wie ein Pfeil ins Herz

In Frankreich gab es zum Erscheinen der Gedichte Spekulationen darüber, ob dies der Schwanengesang des meistgelesenen, aber auch umstrittensten Autors des Landes sei. Doch wenngleich es in ihnen auch um die letzten Dinge des Lebens geht, markieren diese Gedichte zunächst einmal Michel Houellebecqs furiose Rückkehr nach seinem drei Jahre zurückliegenden, mit dem Prix Goncourt ausgezeichneten Bestseller ›Karte und Gebiet‹.
Michel Houellebecq, der sich hier mal nüchtern und abgeklärt, dann wieder geradezu zart und schutzlos zeigt, steht dabei seinen erklärten Vorbildern Mallarmé und Baudelaire in nichts nach. ›Gestalt des letzten Ufers‹ ist die kompromisslose poetische Selbstentblößung eines radikalen Außenseiters, der nichts mehr zu verlieren hat. Die einfache Sprache trifft unvermittelt ins Herz der Wahrheit. Nie waren wir Houellebecq so nah.

Stimmen zum Buch

"Die wahre Provokation liegt in der Schwärze dieser Texte. In ihrer Radikalität, Klarheit und Verletzung. Es sind fünf Kapitel von elegischer Schönheit."
Martin Oehlen, KÖLNER STADT-ANZEIGER

"In den von Stephan Kleiner und Hinrich Schmidt-Henkel stilsicher übersetzten Miniaturen schimmert auch ein Sternenleuchten am dunklen Firmament."
NZZ

"Es dauert nur ein paar Sekunden, um von der Melodie der Verse gebannt zu sein; von der Wehmut, der Sehnsucht nach dem Unwiederbringlichen, eben dem, was Michel Houellebecq immer schon zum Romantiker und eben nicht zum Zyniker gemacht hat."
Julia Encke, FAS

"Unter der Maske des Provokateurs zeigt sich ein zartes, sehnsüchtiges, träumerisches lyrisches Ich, das niemals mit der totalen Abwesenheit reinster Gefühle und absichtsloser Zuwendung fertig wird."
Pia Reinacher, DIE LITERARISCHE WELT

"Houellebeq verschanzt sich nicht mehr hinter dem kühlen Zynismus, für den er bekannt ist (…). Mutig ist die Realität, mit der er sich selbst begegnet."
Franziska Wolffheim, SPIEGEL ONLINE

"Durch die spitze Selbstironie des Autors werden die Gedichte reizvoll zerzaust."
Joseph Hanimann, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Kann es sein, dass wir eines Tages in Houellebecq eher den Lyriker sehen als den Prosaisten? „Gestalt des letzten Ufers“ legt diese Vermutung zumindest nahe.“
Rüdiger Görner, DIE PRESSE

"Houellebecq zeigt sich von seiner fragilen Seite. Melancholie, Trauer und Verachtung - präzise und reduziert dargereicht."
Björn Hayer, LITERARISCHER MONAT

"Nie ist so ganz klar, wo die larmoyante Pose aufhört und der bittere Ernst beginnt. Das ist das Faszinierende.
Welf Grombacher, FREIE PRESSE

"Die einfachen, alltäglichen Worte werden umso mehr von Sprachmelodie und Rhythmus getragen."
Ö1

"Ästhetisch anspruchsvoll gestaltet."
Werner Fritsch, HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE

"Houellebecq knüpft an die Tradition der Poètes Maudites an, ist ein Stèphan Mallarmèe der Moderne, Ur-Urenkel von Baudelaire oder Rimbaud."
Welf Grombacher, OSTTHÜRINGER ZEITUNG

„Überwiegend rabenschwarz […] (mit) Witz und Selbstironie […] bei einem so intelligenten Autor gibt es immer mehrere Ebenen […] von banal bis zart bis hart."
Michael Krüger, F.A.Z.

Michel Houellebecq

Michel Houellebecq wurde 1958 geboren. Er gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart, seine Bücher werden in über vierzig Ländern veröffentlicht. Auf Deutsch ist nahezu sein gesamtes Werk bei DuMont verlegt. Zuletzt erschienen der mit dem renommiertesten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnete Roman »Karte und Gebiet« (2011), der Gedichtband »Gestalt des letzten Ufers« (2014) sowie sein Roman »Unterwerfung« (2015).