Nachsommer

Johan Bargum

Nachsommer

Roman

144 Seiten, Originalverlag: mareverlag 2018, Originaltitel: Sensommar
erstmals im Taschenbuch
Erscheinungstag: 19.08.2019
ISBN 978-3-8321-6476-8

Übersetzung: Karl-Ludwig Wetzig iKarl-Ludwig Wetzig arbeitet als Autor und Übersetzer aus den nordischen Sprachen. Er hat u. a. Jón Kalman Stefánsson, Gunnar Gunnarsson, Hallgrimur Helgason und Johann Bargum ins Deutsche übertragen.

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»Eine sehr feine Geschichte, in der es um die eine, die große Chance im Leben geht.« Christine Westermann, WDR 5

Zeitlebens hat Olof im Schatten seines selbstbewussten Bruders Carl gestanden. Carl war der Liebling der Mutter, der allerdings in Ungnade fiel, als er mit seiner Frau Klara (mit der Olof seine eigene Geschichte hat) und den beiden Söhnen in die USA auswanderte. Viele Jahre später treffen die ungleichen Brüder am Sterbebett der Mutter wieder aufeinander, in ihrem Landhaus in den südfinnischen Schären – und mit ihnen ihre Familien, alte Rivalitäten und Träume, Fehler und Versäumnisse. Es dauert nicht lange, bis der Frieden des Spätsommers, der über der Insel liegt, brüchig wird. Gerade noch rechtzeitig erkennt Olof, dass der Moment gekommen ist, um aus dem Schatten seines Bruders herauszutreten.
Mit behutsamem Strich zeichnet Johan Bargum das Porträt einer Familie und lotet das Verhältnis zweier Brüder aus, die sich gegenseitig fremd geworden sind.
›Nachsommer‹ ist ein leises Buch, das doch lange nachhallt, melancholisch und gleichzeitig voller Witz, abgründig und ebenso lebensbejahend.

Stimmen zum Buch

»Eine sehr feine Geschichte, in der es um die eine, die große Chance im Leben geht.«
Christine Westermann, WDR5

»›Nachsommer‹ ist ein Buch von schwebender Leichtigkeit.«
NEUE ZÜRICHER ZEITUNG

»Enthält alles, was man sich von wirklich guter Literatur erhofft: Wahrhaftigkeit und Magie. Klugheit. Ernsthaftigkeit und Witz.«
BRIGITTE WOMAN

»Selten werden Sie eine Geschichte erzählt bekommen, in der so wenige Striche ausreichen, um die Seele so tief zu berühren.«
NDR KULTUR

»›Nachsommer‹ [besticht] durch eine sehr aufgeräumte, sehr klare und bewusst knapp gehaltene Sprache. Die Szenen sind prägnant, die psychologischen Beobachtungen fein.“
FAZ

»Ein schmaler und doch höchst reichhaltiger Roman […]. Bargum ist ein Meister des sprechenden Details. Da steht kein Satz zu viel.«
NEUE ZÜRICHER ZEITUNG

»Eine betörend schön erzählte Geschichte. […] Sprachlich wie geschliffen. [...] Ein ausgesprochen lesenswertes Buch, das sehr viel Menschlichkeit ausstrahlt.«
Rainer Moritz, NDR KULTUR

»Der Autor kombiniert melancholische Passagen mit Szenen leichtfüßiger, teilweise absurder Komik und wunderbar unaufdringlichen, atmosphärischen Beschreibungen der finnischen Schärenlandschaft.«
DEUTSCHLANDFUNK

»Gerade mal 142 Seiten braucht Johan Bargum, um die ganz großen Themen des Lebens aufzurollen: Liebe und Familie; Rivalität und Trauer.«
EMOTION

»Es sind nicht die großen laut und emotional ausgetragenen Gefühlskonflikte, die uns Bargum vor Augen führt, sondern eher leise, versteckte Emotionen. Wie im richtigen Leben […]. Psychologisch ist das meisterhaft erzählt.«
DEUTSCHE WELLE

»Johan Bargum braucht wenige Worte für eine tiefgründige Familiengeschichte und es bleibt viel Platz für eigene Gedanken «
SRF 1

»Johan Bargum […] ist ein bittersüßes Buch über die Ungleichheit gelungen, über die Abgründe zwischen Menschen, die sich nahestehen, doch einander im Wege.«
NÜRNBERGER ZEITUNG

»Behutsam entwirft Johan Bargums Sprache Bilder von Hass und Gewalt, lässt verkümmerte Gefühle ihrer Protagonisten wieder aufblühen, wagt Witz und Doppeldeutigkeit […].«
MÜNCHENER MERKUR

»Mit viel Gefühl für seine Figuren […] erzählt der Autor in klarer und knapper Sprache von den Geschehnissen in diesem Nachsommer, der für alle Beteiligten ein Wendepunkt in ihrem Leben wird.«
DIE PRESSE AM SONNTAG

»Ein melancholisches, auch humorvolles, nordisch klares Kammerspiel.«
HAMBURGER ABENDBLATT

»Ein großartiges Familienstück, melancholisch, sensibel, ernsthaft und humorvoll über die existenziellen Themen des Lebens. Sehr lesenswert.«
AACHNER ZEITUNG

»Kurzer, aber intensiver Roman des gefeierten finnischen Autors.«
BILD UND FUNK

»Eine Geschichte voller Melancholie, voll verpasster Gelegenheiten, zart und ganz fein gesponnen.«
RADIO KLASSIK STEPHANSDOM

»Mit schnörkellos starker Sprache erzählt der Roman von verdrängten Sehnsüchten und dem Schmerz des ungelebten Lebens.«
SALON

»Johan Bargum verlegt seine nüchtern-poetische Handlung auf eine Schäreninsel, wo die Familie ein letztes Mal zusammenkommt, um die Mutter beim Sterben zu begleiten.«
KÖLNISCHE RUNDSCHAU

»Ein Roman über verschiedene Lieben – ungewöhnliche, gelebte und ungelebte –, voller Geheimnisse und Konflikte. […]. Ein Roman wie das Leben.«
DIE RHEINPFALZ

»Ein leiser, melancholischer Roman über verletzliche Familienbande und verpasste Chancen.«
ÖKO-TEST

»Mit ›Nachsommer‹ ist Johan Bargum ein kleines Kunststück gelungen, das wie eine leichte Fingerübung daherkommt, aber substanziell bleibt.«
WESTFÄLISCHER ANZEIGER

Johan Bargum

Johan Bargum, geboren 1943 in Helsinki, lebt in Espoo und gilt als einer der prominentesten finnlandschwedischen Autoren. Er veröffentlichte mehrere Romane, Erzählungen, Drehbücher, Hörspiele und zahlreiche Theaterstücke, die weltweit aufgeführt werden. Im mareverlag erschien 2014 seine ›Septembernovelle‹.