Mittelalte Männer

Richard Russo

Mittelalte Männer

Roman

608 Seiten, gebunden mit Lesebändchen, Originalverlag: Vintage, 1997 , Originaltitel: Straight Man

Erscheinungstag: 13.08.2021
ISBN 978-3-8321-8116-1

Übersetzung: Monika Köpfer iMONIKA KÖPFER war viele Jahre als Lektorin tätig und übersetzt heute aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Zu den von ihr übersetzten Autoren zählen u. a. Mohsin Hamid, Richard Russo, Milena Agus und Agnès Poirier.

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»Russo ist spezialisiert auf außer Kontrolle geratene mittelalte Männer.« THE GUARDIAN

William Henry »Hank« Devereaux Jr. ist Vorsitzender der Englischfakultät einer kleinen Universität in Pennsylvania und daran gewöhnt, sich den Ernst des Lebens mit den Waffen der Ironie vom Leib zu halten. Eigentlich ist er ein gemachter Mann. Er ist glücklich verheiratet, Vater zweier Töchter, hat vor Jahren einen Roman veröffentlicht, der immerhin ein Kritikererfolg war, und bestimmt die Geschicke der Universität entscheidend mit. Eigentlich. Denn auf einmal kommt diese eine Woche, in der wirklich alles schiefgeht: Hank gerät mit seinen Kollegen aneinander, die Fakultät ist von Budgetkürzungen bedroht, er zweifelt an seiner Ehe, und dann ist da noch die Sache mit seiner Prostata …

›Mittelalte Männer‹ ist die Charakterstudie eines Mannes um die fünfzig, der gern den Weg des geringsten Widerstands geht und schließlich doch einsehen muss, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als Verantwortung zu übernehmen. Ein hochkomischer Roman, der die Absurdität des Lebens illustriert, aber auch Raum lässt für abgründige Beobachtungen – ein klassischer Russo mit Herz, Hintersinn und Humor.

Stimmen zum Buch

»[Ein] durchgängig witzige[r], lebenskluge[r] und menschenfreundliche[r] Roman.«
Martin Ebel, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Spät übersetzt, aber rechtzeitig: Richard Russos ›Mittelalte Männer‹ trifft die Gegenwart aus der Vergangenheit.«
Jan Wiele, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Realismus gepaart mit Slapstick und mit einer so köstlich weisen Selbstironie erzählt, dass beim Lesen das anfangs stille Amüsement in hörbares Glucksen übergeht. […] Ein herrlich ironischer Roman mit einem Hauch Melancholie und einem dem Genre entsprechend alles andere als tragischen Ende.«
Jutta Duhm-Heitzmann, WDR 3 BUCHKRITIK

»Richard Russo gehört unbedingt zu den Schriftstellern, an deren Sound man sich so gewöhnt, dass man, wenn eines seiner Bücher ausgelesen ist, ein anderes von ihm lesen möchte.«
Annemarie Stoltenberg, NDR KULTUR

»Richard Russo ist ein Spezialist für die schmale Gratwanderung zwischen Komik und Tragik. [Seine] Kunst besteht darin, seine unperfekten Helden mit Sympathie und empathischem Blick zu schildern, ohne sie zu verharmlosen.«
Christoph Schröder, SWR 2 LESENSWERT

»So versteckt weise (das auch noch), so brillant erzählt, dass der 72-jährige New Yorker einer der amerikanischen Kandidaten für den Nobelpreis ist / sein muss / sollte / könnte.«
Peter Pisa, KURIER

»Famose Dialoge schreibt er, kreiert hinreißende Szenarien, erschafft satirische Zerrfiguren, die er nie bösartig denunziert. Das Ganze: ein absurdes Panoptikum eines falschen Lebens im falschen Sein. Und zugleich anrührend patiniert.«
Alexander Kluy, DER STANDARD

»In einer Gegenwart, in der Wut und Empörung zu positiv konnotierten Begriffen geworden sind und Ironie als Beschwichtigungsinstrument der herrschenden Klasse diskreditiert wird, ist die fein polierte Haltungslosigkeit dieses Romans ein luxuriöses Vergnügen.«
Christoph Schröder, DER TAGESSPIEGEL

»Dass der Pulitzerpreisträger Russo sich in die Tradition großer US-Erzähler eingereiht hat, hat er längst bewiesen. „Mittelalte Männer“, ein Frühwerkaus dem Jahr 1997, ist dafür ein glänzendes Beispiel.«
Doris Kraus, DIE PRESSE AM SONNTAG

»Einen guten Schriftsteller zeichnet aus, dass er das Unspektakuläre, Alltägliche zu Literatur veredeln kann. So gesehen ist der Pulitzer-Preisträger Richard Russo kein guter, sondern ein exzellenter Schriftsteller.«
Michael Hirz, KÖLNER STADT-ANZEIGER

»Ein Klassiker von Richard Russo, erstmals auf Deutsch. Richard Russo ist ein kluger Beobachter des amerikanischen Alltags
Jochen Overbeck, MUSIKEXPRESS

»Richard Russo zu lesen ist immer wieder eine Freude.«
Welf Grombacher, FREIE PRESSE

»Weil Russo immer tief in die Gedankenwelt seiner Figuren eintaucht und er seine Geschichten stets mit viel Witz erzählt, macht das Lesen dieses 600-Seiten-Wälzers ganz einfach Spaß.«
Andreas Schröter, RUHR NACHRICHTEN

»Ironisch-entlarvend, aber mit Liebe für sein Personal spießt der frühere Collegeprofessor das Campusmilieu in schreiend komischen Szenen auf.«
Doris Kraus, DIE PRESSE

»Das ist wieder Satire mit viel Menschenfreundlichkeit und Tiefgang in voller Breite. Nicht genial diesmal, aber gut.«
Stefanie Wirsching; AUGSBURGER ALLGEMEINE ZEITUNG

»[Russo schreibt] mit abgründigem Humor […], mit Hintersinn und großer Menschenliebe. Dabei scheut er weder Peinlichkeit noch Sarkasmus, weder Sentimentalität noch Komik.«
Jeanette Stickler, MANNHEIMER MORGEN

»[Man] darf sich darauf verlassen, dass Richard Russo eher selten schlechte oder enttäuschende Bücher schreibt.«
Thomas Thelen, AACHENER NACHRICHTEN

»Ein großartiger Roman über die Zumutungen des Lebens und über die Skurrilitäten männlicher Befindlichkeit.«
Jeanette Stickler BÜCHERMAGAZIN

»Gutes Lesen hat einen Namen: Richard Russo!«
Bruder Gerold Zenoni, SALVE

»Großartig pointiert und böse«
Lore Kleinert, NEUE BUCHTIPPS.DE

Richard Russo

Richard Russo, geboren 1949 in Johnstown, New York, studierte Philosophie und Creative Writing und lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Für ›Diese gottverdammten Träume‹ (DuMont 2016) erhielt er 2002 den Pulitzer-Preis. Bei DuMont erschienen außerdem ›Diese alte Sehnsucht‹ (2010), ›Ein grundzufriedener Mann‹ und ›Ein Mann der Tat‹ (beide 2017) sowie der Erzählband ›Immergleiche Wege‹ (2018), der SPIEGEL-Bestseller ›Jenseits der Erwartungen‹ (2020) und zuletzt ›Sh*tshow‹ (2020).