Klassenbuch

John von Düffel

Klassenbuch

Roman

350 Seiten
Erscheinungstag: 21.03.2017
ISBN 978-3-8321-8944-0

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Das Kaleidoskop einer Schulklasse

Sie sind erwachsen und sind es nicht: Sie sind in jeder Hinsicht »dazwischen«, zwischen Schule und wirklicher Welt, zwischen Gegenwart und Zukunft, Vereinzelung und der unfreiwilligen Gemeinschaft einer Klasse.
John von Düffel folgt neun ganz unterschiedlichen Schülerinnen und Schülern an entscheidenden Punkten ihrer Entwicklung. Es sind Hochbegabte und Schwänzer, Suizidgefährdete und Magersüchtige, Computernerds, Selbstdarsteller und Unsichtbare, deren Realität mit der digitalen Welt verschwimmt. Was als Kranz isolierter Perspektiven beginnt, verwandelt sich immer stärker zu einem fein verästelten Gesamtgebilde, in dem alles auf überraschende und erschütternde Weise interagiert. Die vielen Möglichkeiten, die anfangs offenzustehen scheinen, verdichten sich dabei allmählich zu einem gemeinsamen Schicksal.
›Klassenbuch‹ ist ein Kaleidoskop detailscharfer Momentaufnahmen einer Lebensphase, die wohl wie keine andere auf der Kippe zwischen Aufbruch und Absturz steht. Von Düffel gelingt es virtuos, jedem seiner Antihelden eine unverwechselbare Stimme zu geben. Am Ende wird man ihnen so nahe gekommen sein, dass man sie nie wieder vergisst.

Stimmen zum Buch

»Einige dieser Monologe sind so stark wie die feinsten Kurzgeschichten. Mit doppelten Böden und Beobachtungen, die einen ins Mark treffen.«
Anne Haeming, SPIEGEL ONLINE

»Es geht um die Frage, was kann ich wissen, was ist denn eigentlich gültig, das Analoge oder das Digitale […] Eine Identitätssuche auf jeder Ebene.«
Julia Riedhammer, RBB KULTUR

»Was John von Düffel neben literarischer Eleganz noch mitbringt, ist Empathievermögen. Er führt seine Charaktere nicht vor; er macht sie aber in vielen Facetten anschaulich, in all ihrer Fremdheit.«
Christoph Schröder, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»›Klassenbuch‹ [erzählt] aus der Perspektive verschiedener Jugendlicher vom Auseinanderdriften einer Klasse. Zumindest auf den ersten Blick. Denn bald merkt man, dass es um viel mehr geht.«
FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

»John von Düffel [...] ist einfach virtuos. Und das ist er auch hier. Es ist einfach großartig, wie er für jede seiner Figuren eine ganz eigene Sprache findet und erfindet. Es ist frei von Anbiederung an einen Jugendjargon, in sich überzeugend, und man lernt diese neun Schüler jeden auf eine sehr eigene und sehr reflektierte Art kennen.«
Ursula May, HR 2 Kultur

»Wie es John von Düffel gelingt, den Leser, mit zarten Andeutungen beginnend, tief ins Gestrüpp ihrer seelischen Notlagen zu leiten, ist großartig«
Dierk Wolter, FRANKFURTER NEUE PRESSE

»Er weiß sich als perfekter Autor zu inszenieren, ja schafft es sogar, jenen Überschuss an Selbstüberschätzung in die jugendlichen Ego-Texte hineinzuschreiben, der diese als genau so peinlich-altklug erscheinen lässt wie eine echte Pubertätsentäußerung.«
Florian Felix Weyh, DEUTSCHLANDFUNK

»›Klassenbuch‹ ist ein gewagter, faszinierender, aktueller und ganz besonderer Adoleszenzroman.«
Gérard Otremba, ROLLING STONE

»Über hundert Jahre nach Hesses ›Unterm Rad‹ und Musils ›Törleß‹ feiert mit von Düffels ›Klassenbuch‹ das Genre des Schülerromans somit eine glänzende Wiederauferstehung.«
Oliver Pfohlmann, WDR 3

»John von Düffel ist ein Schreibwütiger. […] Jeder der Figuren legt er eine eigene Sprache in den Mund und schnallt ihr ein anderes Sein auf den Rücken. Jede und jeder hat seine Poesie. [Der Roman ist] ein Narrativ der Digitalisierung.«
DPA

»›Klassenbuch‹ ist ein gewagter, faszinierender, aktueller und ganz besonderer Adoleszenz-Roman.«
Gérard Otremba, SOUNDSANDBOOKS

»Voll zarter Anteilnahme für die irrlichternden Antihelden«
Annette Dohrmann, Öko-Test Magazin

»Von Düffel macht das virtuos. […] Brillant erzählt von John von Düffel.«
Thomas Kliemann, KÖLNISCHE RUNDSCHAU und GENERAL-ANZEIGER

»Der Roman behält die Handschrift eines Erwachsenen, durchaus treffend, denn anstatt unwirschen Protests findet der Autor für jeden Protagonisten eine eigene Sprache. Sehr gekonnt und ganz nebenbei schleust der Autor die Inhalte ein: Die Schüler vernetzen sich zu einem interessenverstrickten Konglomerat, und das wird, wie gesagt, alles sehr literarisch und behutsam aufgelöst. Die Schüler werden nicht nur ernst genommen, sondern als literarische Gestalten wiedergegeben.«
Martin G. Wanko, VORARLBERGER NACHRICHTEN

»›Klassenbuch‹ ist weder Schulroman noch Jugendbuch. John von Düffel interessierte auch nicht die Abbildung der Oberflächen und die Wiedergabe eines Jugend-Jargons […]. Vielmehr konzentrierte er sich auf das, was er weiß: Dass es eine Zeit der Isolation ist, dass es um Zugehörigkeit (Cliquen) und Kommunikation geht - und um das, was fehlt.«
Dr. Alexandra Hildebrandt, HUFFINGTON POST

»[›Klassenbuch‹] gibt ungeheure Einblicke in die Schülerwelt.«
Claudia Kramatschek, SWR 2

John von Düffel

John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren, er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Er veröffentlichte zahlreiche Romane und Erzählungsbände bei DuMont. Auszeichnungen 1998 erhielt John von Düffel für seinen Debütroman ›Vom Wasser‹ den Ernst-Willner-Preis in Klagenfurt, den Jürgen-Ponto-Preis, den Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg und den aspekte-Literaturpreis. 2005 erhielt er für seinen Roman ›Houwelandt‹ den Preis ›Das neue Buch‹, der jährlich vom Verband deutscher Schriftsteller (VS) Niedersachsen / Bremen ausgelobt wird. John von Düffels Theaterstücke wurden zweimal zu den Mülheimer Theatertagen nominiert und beim Berliner Theatertreffen vorgestellt. Zuletzt wurde er mit dem Nicolas-Born-Preis 2006 ausgezeichnet. Buchveröffentlichungen Oi (Merlin 1995) Solingen (Merlin 1995) Die Unbekannte mit dem Fön (Merlin 1997) Missing Müller (Merlin 1997) Born in the RAF (Merlin 1999) Kleine Philosophie der Passionen. Schwimmen (dtv 2000) Zeit des Verschwindens. Roman (DuMont, 2. Aufl. 2000) Vom Wasser. Roman (DuMont 2000) Ego. Roman (DuMont 2001) Wasser und andere Welten. Geschichten vom Schwimmen und vom Schreiben (DuMont 2002) Houwelandt. Roman (DuMont 2004) Beste Jahre. Roman (DuMont 2007) Wovon ich schreibe (DuMont 2009) Hotel Angst (illustrierte Ausgabe DuMont 2010) Goethe ruft an. Roman (DuMont 2011) Wassererzählungen (DuMont 2014) KL – Gespräch über die Unsterblichkeit (DuMont 2015) Das Klassenbuch. Roman (DuMont 2017) Weitere Veröffentlichungen Theaterstücke Oi. UA: 1995, Stendal/Oldenburg, R: Gerhard Jelen, R: Guido Huonder Solingen. UA: 1995, Oldenburg, R: Sylvia Richter Das schlechteste Theaterstück der Welt. UA: 1996, Augsburg, R: Friderike Vielstich Die Unbekannte mit dem Fön. UA: 1999, Magdeburg, R: Jessica Steinke Born in the R.A.F. UA: 2001, Osnabrück, R: Harff-Peter Schönherr Shakespeare, Mörder, Pulp & Fiktion. UA: 1997, Basel, R: Oliver Held Missing Müller Sauriersterben. UA: 1997, Basel, R: Andreas von Studnitz Rinderwahnsinn. UA: 1999, Schwerin, R: Dieter Klaß Zweidrei Liebesgeschichten. UA: 2000, Münster, R: Sylvia Richter (alle Rechte vertreten vom Merlin Verlag, Gifkendorf) Balkonszenen. UA: 2000, Bonn, R: Beat Fäh (alle Rechte vertreten vom Rowohlt Theaterverlag, Hamburg) Hörspiele (ARD-Produktionen) Tango; Wanzen; Glashäuser; Test; Hüben wie drüben; Neue Männer; Schnee; Jahrtausendwende; Eike & Eike; Go Wost! (Hörspiel des Monats); Jenny (Hörspiel des Monats); Missing Müller Übersetzungen und Bearbeitungen Richard B. Sheridan, Die Lästerschule Alan Benett, Die Krankheit von George III Hermann Melville, Bartleby