Die sieben Leben des Felix Kannmacher

Jan Koneffke

Die sieben Leben des Felix Kannmacher

Roman

510 Seiten Erstmals im Taschenbuch
Erscheinungstag: 04.10.2012
ISBN 978-3-8321-6217-7

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Die unfreiwilligen Abenteuer eines Taugenichts

In einer Zeit, in der niemand sicher sein kann, wen er vor sich hat, ist sich der Held dieses Romans nicht sicher, wer er selbst ist: Felix Kannmacher oder Johann Gottwald.
Im Herbst 1934 wird Felix Kannmacher vom Pianisten Victor Marcu aus dem Deutschen Reich geschmuggelt und erhält in Bukarest eine neue Identität. Als Johann Gottwald wird er die ›Kinderfrau‹ von Marcus Tochter Virginia, bei der er sich schnell als großer Geschichtenerzähler beliebt macht. Als die Freundschaft zwischen beiden enger wird, entlässt ihn der eifersüchtige Vater, und plötzlich ist Kannmacher ganz allein in einem fremden Land. Und so schlägt er sich unter falschem Namen durch: als Kellner im größten Kasino von Bukarest, er arbeitet als Sekretär für die Nazis und versteckt sich in einem Kloster im Karpatenland. Doch in jeder Identität, die sein Schicksal ihm gerade aufbürdet, immer bleibt die Verbindung zwischen ihm und Virginia bestehen, die bald zu einer berühmten Schauspielerin heranwächst.
›Die sieben Leben des Felix Kannmacher‹ ist ein historisches Schelmenstück, ein Hohelied auf die Liebe und ein berührendes Künstlerepos zugleich.

Stimmen zum Buch

"Ein Schriftsteller, der sich auf das Handwerk des Erzählens, in all seinen Facetten und Kniffen, blendend versteht. Nicht nur, wenn es schauerromantisch und hochpoetisch zugeht, sondern auch in denjenigen Partien, die eher spitzbübisch, urkomisch, todtraurig ausfallen. Die Stimmungspalette in diesem Roman ist nämlich enorm. Die Anteilnahme des Lesers erst recht. Jan Koneffke erzählt tempogeladen, dialogsicher, [...] wie im Film. [...] Nach 510 durch Welten und Zeiten bewegte, wandernde, stürzende, tappende, taumelnde und rasende Seiten, gelesen in einem Rutsch, legt der geneigte Leser das wunderbare Buch beglückt zur Seite."
DIE WELT

„Mit rarer Leichtigkeit hat Jan Koneffke ein deutsch-rumänisches Geschichtsbuch geschrieben. [...] In einem sehr eigenen Ton, farbig, mit Hang zur Groteske, manchmal opulent, immer plastisch und immer leicht. [...] In dieser Fülle historischen Stoffs [...] ist aus dem 51-jährigen Jan Koneffke ein großer Erzähler geworden. Die vielen Geschichten in der Geschichte meistert er mit schelmischer Gelassenheit.“
Literaturbeilage der ZEIT

„Frisch fabulierend, abenteuerliche Figuren über sieben Jahrzehnte verfolgend, und das immer am Puls der jeweiligen Gegenwart, mit minutiös ausgeführten rumänischem Lokalkolorit. Alles in einer Sprache, die in Wortwahl und Satzbau nicht selbstverständlicher und heutiger wirken könnte.“
WIENER ZEITUNG

"Koneffkes Roman ... gelingt etwas, was man eigentlich nicht für möglich hält – eine Schelmengeschichte aus den Zeiten der linken und rechten Diktaturen zu erzählen, aber gleichzeitig die Tragödien dieser Jahre präsent zu halten. Felix Kannmachers Geschichte steht geradezu exemplarisch für die absurden Seitenwege und Kehrtwendungen der europäischen Geschichte".
FALTER

"Eine Sprache, von der man dachte, die könne es gar nicht mehr geben. So melodiös, so stilsicher, so reich an Einfällen."
DAS MAGAZIN

„Ein großes und großartiges Buch!“
NEUES DEUTSCHLAND

„Wortgewaltige poetische Verdichtungskraft.“
FAZ

„Koneffke tradiert eine osteuropäische Erzählkultur (…). Er strickt ein vertracktes Erzählmuster aus Politik und Liebe, Korruption und Verrat.“
ZÜRCHER TAGESANZEIGER

„Die Gabe zum berstenden Erzählen in orientalischer Opulenz und balkanischer Komik, die muss Jan Koneffke sich aus seinen Träumen mitgebracht haben. [...] Alles ist literarische Erfindung, aber eine der glaubwürdigsten, schrecklichsten und wundervollsten.“
FRANKFURTER RUNDSCHAU

„Ein Fest der erzählerischen Fantasie (…). Eine grandios fabulierte Geschichte eingebettet in ein penibel recherchiertes historisches Panorama, das durch seine ungewöhnliche Perspektive fesselt. (…) Es ist eines jener Bücher, deren letzte Kapitel man besonders langsam liest, weil man den Abschied von dieser Geschichte hinauszögern möchte.“
DARMSTÄDTER ECHO

„Eine furios erzählte Geschichte und bewegende Parabel über die Behauptung des Humanen in inhumaner Zeit.
KÖLNER STADTANZEIGER

"Koneffke schafft eindringliche Stimmungen, große Spannungsbögen in einem plastischen Gesellschaftspanorama ... Ein packender Roman."
DER STANDARD

„Ein geborener Erzähler erzählt von Liebe Verrat und Tod. (…) Koneffkes Stärke ist die Anschaulichkeit seiner Prosa, die Bildhaftigkeit, die sich mit den Personen und Schauplätzen wie von selbst einzustellen scheint. (…) Es gibt Szenen voller irrwitziger Komik und voller Grausamkeit (…), so gut erzählt, dass beim Lesen ein unwiderstehlicher Sog entsteht.“
FAS

„Das bislang eindrucksvollste Werk eines hochbegabten Autors verdient breiteste Empfehlung.“
EKZ BIBLIOTHEKSSERVICE

„Was an diesem Roman besonders hervorsticht, ist die Sprache des Autors. […] Facettenreich und anrührend, romantisch und schaurig, komisch und traurig reiht sich Abenteuer an Abenteuer, aber nie aus distanzierter Sicht. […] Ein weiteres Beispiel des guten Händchens des DuMont Verlags für bemerkenswerte, herausragende Literatur.“
KUL - KULTURLEBEN

„Koneffke, der seine erzählerische Begabung meisterhaft beweist, ist es gelungen, die Geschichte eines Landes durch die Augen eines von den Ereignissen hin- und hergetriebenen Simplicissimus spannend darzustellen.“
DEUTSCH-RUMÄNSICHES HEFT

„‘Die sieben Leben des Felix Kannmacher‘ ist ein historisches Schelmenstück, ein Hohelied auf die Liebe und ein berührendes Künstlerepos zugleich.“
INSEL MAGAZIN

Jan Koneffke

Jan Koneffke wurde 1960 in Darmstadt geboren. Er studierte Philosophie und Germanistik in Berlin und verbrachte nach einem Villa-Massimo-Stipendium sieben Jahre in Rom. Heute lebt er als Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Wien und Bukarest. Er erhielt unter anderem den Leonce-und-Lena-Preis für Lyrik, den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis und den Offenbacher Literaturpreis. Bei DuMont erschienen der Gedichtband ›Was rauchte ich Schwaden zum Mond‹ (2001) und die ›Abschiedsnovelle‹ (2006) sowie die Romane ›Paul Schatz im Uhrenkasten" (2000), ›Eine Liebe am Tiber‹ (2004), und ›Eine nie vergessene Geschichte‹ (2008). Ebenfalls 2008 erschien sein Jugendroman ›Die Sache mit Zwille‹. 2011 erschien der Roman ›Die sieben Leben des Felix Kannmacher‹. Weitere Veröffentlichungen: Vor der Premiere. Erzählung (1988) Gelbes Dienstrad. Gedichte (1989) Bergers Fall. Roman (1991) Gulliver in Bulgarien. Prosaminiaturen (1999) Nick mit den stechenden Augen. Gruselgeschichte für Kinder (2004) Die Schlittenfahrt (Mit Bildern von Jacky Gleich, 2005)