Geschichte

Claude Simon

Geschichte

Roman

387 Seiten , Originalverlag: Editions de Minuit, Originaltitel: Histoire
Erscheinungstag: 24.08.1999
ISBN 978-3-8321-4867-6

Übersetzung: Eva Moldenhauer iEva Moldenhauer wurde 1934 in Frankfurt am Main geboren, wo sie heute noch lebt. Neben dem Werk von Claude Simon übersetzte sie aus dem Französischen u. a. Claude Lévi-Strauss, Jean-Paul Sartre, Agota Kristof, Jorge Semprun, Julien Green und Emanuel Lévinas.

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Mit seinem phänomenalen Alterswerk „Jardin des Plantes", das zum 85. Geburtstag des Nobelpreisträgers im vergangenen Jahr erschien, hat einer der bedeutendsten Autoren des Jahrhunderts einen Durchbruch im deutschsprachigen Raum erlebt. Nach diesem „Kolossalgemälde des Jahrhunderts" (Süddeutsche Zeitung) liegt nun der erstmals von Eva Moldenhauer ins Deutsche übertragene Roman „Geschichte" („Histoire") vor, ein Meisterwerk, das Claude Simon schon 1967 in Frankreich veröffentlichte.

Unvergleichbar radikal, präzis und elegant hat der Erinnerungsartist Claude Simon in seinem faszinierenden Erzähluniversum die Weltgeschichte begleitet – die Scherben zusammengetragen und das Gedächtnisporträt unseres Jahrhunderts geschrieben.

Claude Simon schreibt, „Geschichte" sei entstanden, weil er im südfranzösischen Familiensitz alte Ansichtskarten, Botschaften aus der Ferne gefunden habe – Stimmen, „als wären sie niemals verstummt, würden niemals verstummen." Ansichtskarten und Briefmarken, Fotos und andere Fundstücke sprechen zu ihm an einem Sommermorgen im alten Haus seiner Eltern und Großeltern. Claude Simons Erzähler erinnert und ordnet Familiengeschichte, Erlebnisse und Ereignisse, Empfindungen und Erkenntnisse. Geschichte in individuellen Geschichten – und darin das eigene Leben.

Stimmen zum Buch

„Claude Simon kann zum fast physischen Genuß werden."
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Claude Simon

Claude Simon wurde 1913 auf Madagaskar geboren, lebte in Paris und im südfranzösischen Roussillon. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem „Prix de l’Express“ (für „Die Straße in Flandern“), dem „Prix Médicis" (für „Geschichte“) und dem „Grand-croix de l’ordre national du Mérite". 1985 erhielt er den Literaturnobelpreis. Claude Simon starb 2005 in Paris. Veröffentlichungen (Auswahl) Le vent (1957), dt. Der Wind (DuMont 2001) L’herbe (1958), dt. Das Gras (DuMont 2005) La route des Flandres (1960), dt. Die Straße in Flandern (DuMont 2003) Le palace (1962), dt. Der Palast (DuMont 2006) Histoire (1967), dt. Geschichte (DuMont 1999) La bataille de Pharsale (1969), dt. Die Schlacht bei Pharsalos (1972) Les corps conducteurs (1971), dt. Die Leitkörper (1974) Triptyque (1973), dt. Triptychon (1986) Leçon des choses (1975), dt. Anschauungsunterricht (1986) Les Géorgiques (1981) dt. Georgica (1992) La chevelure de Bérenice (1983), dt. Das Haar der Berenike (DuMont 2006) L’acacia (1989), dt. Die Akazie (1989) Le jardin de plantes (1997), dt. Jardin des Plantes (DuMont 1998) Le Tramway (2001), dt. Die Trambahn (DuMont 2002)