Der Wind

Claude Simon

Der Wind

Versuch der Wiederherstellung eines Barockaltars

270 Seiten, Originalverlag: Minuit, Originaltitel: Le vent
Erscheinungstag: 06.09.2001
ISBN 978-3-8321-5865-1

Übersetzung: Eva Moldenhauer iEva Moldenhauer wurde 1934 in Frankfurt am Main geboren, wo sie heute noch lebt. Neben dem Werk von Claude Simon übersetzte sie aus dem Französischen u. a. Claude Lévi-Strauss, Jean-Paul Sartre, Agota Kristof, Jorge Semprun, Julien Green und Emanuel Lévinas.

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Antoine Montès kommt in eine südfranzösische Provinzstadt, um das Erbe des ihm unbekannt gebliebenen Vaters anzutreten: Der als Sonderling empfundene merkwürdige Fremde gerät ins Räderwerk eines unverstandenen Geschehens, das andere ins Unglück reißt und ihn selbst beinahe vernichtet hätte. Der Erzähler in Claude Simons epochalem Roman rekonstruiert aus Berichten, Gerüchten und Vermutungen das unglückliche Geschehen um Antoine Montès. Wie der Betrachter eines Barockaltars die Stationen im Leben eines Heiligen in einen Zusammenhang zu bringen versucht, so macht in aufeinander folgenden Sprachtableaus die erneuernde Kraft der Vorstellung das wirkliche Geschehen wieder bildlich lebendig.

Neu übersetzt von Eva Moldenhauer, ist ein seit langem vergriffenes Schlüsselwerk des Nobelpreisträgers Claude Simon wieder zugänglich: „Der Wind. Versuch der Wiederherstellung eines Barockaltars."

Stimmen zum Buch

„Wie groß und faszinierend ist die Welt, wenn ein Dichter wie Claude Simon sie mit seinem Schreiben sieht."
Gerda Zeltner, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

Claude Simon

Claude Simon wurde 1913 auf Madagaskar geboren, lebte in Paris und im südfranzösischen Roussillon. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem „Prix de l’Express“ (für „Die Straße in Flandern“), dem „Prix Médicis" (für „Geschichte“) und dem „Grand-croix de l’ordre national du Mérite". 1985 erhielt er den Literaturnobelpreis. Claude Simon starb 2005 in Paris. Veröffentlichungen (Auswahl) Le vent (1957), dt. Der Wind (DuMont 2001) L’herbe (1958), dt. Das Gras (DuMont 2005) La route des Flandres (1960), dt. Die Straße in Flandern (DuMont 2003) Le palace (1962), dt. Der Palast (DuMont 2006) Histoire (1967), dt. Geschichte (DuMont 1999) La bataille de Pharsale (1969), dt. Die Schlacht bei Pharsalos (1972) Les corps conducteurs (1971), dt. Die Leitkörper (1974) Triptyque (1973), dt. Triptychon (1986) Leçon des choses (1975), dt. Anschauungsunterricht (1986) Les Géorgiques (1981) dt. Georgica (1992) La chevelure de Bérenice (1983), dt. Das Haar der Berenike (DuMont 2006) L’acacia (1989), dt. Die Akazie (1989) Le jardin de plantes (1997), dt. Jardin des Plantes (DuMont 1998) Le Tramway (2001), dt. Die Trambahn (DuMont 2002)