Der Ort, an dem die Reise endet

Yvonne Adhiambo Owuor

Der Ort, an dem die Reise endet

Roman

512 Seiten, mit farbigem Vorsatz und Lesebändchen, Originalverlag: Alfred A. Knopf, New York 2014, Originaltitel: Dust
Erscheinungstag: 15.03.2016
ISBN 978-3-8321-9820-6

Übersetzung: Simone Jakob iSimone Jakob übersetzt englische Literatur ins Deutsche, u. a. von Anne Tyler, David Nicholls, Karen Russell, Gregory Sherl und Shreyas Rajagopal.

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»Owuor macht etwas Seltenes und Mutiges: Sie fühlt und lässt ihre Leser fühlen.« TAIYE SELASI

Kenia, 2007. Odidi Oganda, ein hochtalentierter Student, wird in den Straßen Nairobis erschossen. Seine Schwester Ajany kehrt aus Brasilien zurück, um mit ihrem Vater seinen Leichnam nach Hause zu überführen. Doch die Heimkehr auf die verfallene Farm im Norden des Landes hält keinen Trost für sie bereit. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen, die der Mord heraufbeschworen hat und die die Familie im Griff halten: an die koloniale Gewaltherrschaft und die blutigen Auseinandersetzungen nach der Unabhängigkeit. Ajanys Mutter flieht von Wut und Trauer erfüllt in die Wildnis. Und ihr Vater muss sich einer brutalen Wahrheit stellen. Doch im Moment größter Verzweiflung entsteht auch etwas Neues: Eine Liebe – oder zumindest eine Verbindung – nimmt ihren Anfang.

›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ein großer Roman über eine versehrte Familie und ein zerrissenes Land. Mit einer Sprache, die einem den Atem raubt, voller Kraft und Intensität, erzählt Yvonne Adhiambo Owuor eine Geschichte von universeller Dringlichkeit – eine Geschichte von Macht und Täuschung, von unerwiderter Liebe und dem unbeirrbaren Willen zum Überleben.



»Dieser kraftvolle erste Roman wird Vergleiche mit William Boyd und sogar Graham Greene und Joseph Conrad evozieren … Eine wichtige Ergänzung der Literatur der afrikanischen Gegenwart.« BOOKLIST

»Owuor beweist auf diesen Seiten außergewöhnliches Talent und eine beachtliche Bandbreite. Ihr Stil ist im Wechsel impressionistisch und rau, beschwörend und drängend. Ein bemerkenswerter Roman.« THE WASHINGTON POST

Stimmen zum Buch

»Große Literatur«
Marie-Spohie Adeoso, FRANKFURTER RUNDSCHAU

»Kenia wurde von Ngũgĩ wa Thiong’o auf die literarische Weltkarte gesetzt, Yvonne Adhiambo Owuor schraffiert nun diese Karte neu, mit viel Mut zu prägnanten Sätzen, aufgeladenen Metaphern und einer schillernden Geheimnishaftigkeit, die ohne platte Erklärungen in ostafrikanische Geisteswelten hineinführt; ein zeitgeschichtliches Panorama […] von intimer Intensität.«
Ilija Trojanow, WELTEMPFÄNGER LITPROM-BESTENLISTE

»Eine moderne Nationalgeschichte, so politisch wie impressionistisch.«
Katrin Hillgruber, TAGESSPIEGEL

»poetisch, brutal und präzise«
Katja Nele Bode, BRIGITTE WOMAN

»Yvonne Owuor bündelt Wut und Trauer über das Scheitern Kenyas in einem packenden Roman […] Mit dem Roman wurde die 1968 geborene Yvonne Owuor zu einer der wichtigsten Stimmen Kenyas.«
Thekla Dannenberg, NZZ

»Ein großes Buch [...] atemberaubende, poetische Sprache.«
EMMA

»[...] alles verzehrende Liebe, ein mörderischer Unabhängigkeitskrieg, Heimat.«
Angela Wittmann, BRIGITTE

»BRUTAL & BRILLIANT«
Lara Gonschorowski, COSMOPOLITAN

»Yvonne Owuor erzählt ihre Geschichte mit einer narrativen Kraft, die auf sehr eigentümliche Art ästhetisch aufgeladen ist: Fast glaubt man beim Lesen Farben zu sehen, die Hitze zu spüren, beginnt den Sound der Großstadt Nairobi zu imaginieren. […] Yvonne Owuor hat mit ihrem ersten Roman ein Stück Weltliteratur geschrieben.«
Katharina Granzin, TAZ

»Owuor bildet in ihrem Roman den Vielvölkerstaat Kenia und seine Komplexität ab. […] In einer Sprache, so dicht, brutal und sinnlich, wie die Umgebung, in der die Handlung spielt. Menschheitsgeschichte aus Kenia - Literatur für die ganze Welt.«
Mareike Ilsemann, WDR 3

»Faszinierend, anschaulich und panoramatisch ausgefächertes Porträt einer kämpfenden, leidenden, aber nicht hoffnungslosen afrikanischen Gesellschaft.«
Sigrid Löffler, ORF

»Ein Debütroman und dann gleich so einer! […] [Es ist] Owuor absolut gelungen, kein politisches Pamphlet, sondern einen fesselnden Roman zu schreiben. […] Yvonne Adhiambo Owuor hat einen sehr eigenen Ton für ihre sehr eigene Geschichte gefunden. Wirklich erstaunlich – besonders für ein Debüt –, wie sie diesen Ton mehr als 500 Seiten lang durchhält. Manche Sätze raunen wie ein Märchen, andere geben im Telegrammstil bloß die Fakten wieder.«
Dina Netz, SWR2

»Unheimlich sicher tritt Owuor mit ›Der Ort an dem die Reise endet‹ neben Ngugi waThiong'o, den berühmten Erzähler der neueren Geschichte Kenias, als Größe eigener Art.«
Rainer Hartmann, KÖLNER STADT-ANZEIGER MAGAZIN

»Yvonne Adhiambo Owuor lehrt uns, was Sprache kann. Macht und Ohnmacht sind in diesem Roman die poetischen Parameter des Erzählens. Worte, feinsinnig und gewaltig, immer richtig gewählt bestimmen von Beginn an dieses ostafrikanische Epos.«
Lisa Ndokwu, AFRIKANET

»Yvonne Adhiambo Owuor verfügt über eine Sprache, die vor großen Worten nicht zurückschreckt […]. In ihren Worten entstehen die Landschaften Kenias, schrecklich und schön, voll von Gerüchen, die man als Europäer nicht kennt. [...] Owuor erzählt mit kühnen Temposchwankungen, nah an den rohen, unmittelbaren Gefühlen.«
Sieglinde Geisel, TELL

»Sie erzählt von all den Schrecknissen mit viel Phantasie – und mit Humor.«
Dina Netz, WDR 5 BÜCHER

»Voller poetischer Momente.«
Saskia Stöcker, FREUNDIN

»Yvonne Adhiambo Owuor hat mit diesem Debütroman ein großartiges kenianisches Epos geschaffen über die wechselvolle Geschichte dieses Landes und seiner Bewohner, die zwischen Hoffnung und Desillusionierung, in Schuld, Anpassung oder Stillschweigen verstrickt, den Glauben an eine bessere Zukunft nicht aufgeben.«
Patricia Brooks, BUCHKULTUR

»Owuor ist mit ihrem Roman ein moderner Epos gelungen.«
Uwe Dammann, WESER-KURIER AM SONNTAG

»Mitreißend und fesselnd.«
HÖRZU

»So dicht und physisch geschrieben, dass man zwischendurch nach Luft schnappen muss vor lauter Abgasen, fremden Parfums, Staub, Blut und Zaubersprüchen.«
Susanne Vohwinkel, L’OFFICIEL

Der Roman setzt ein »in einer atemlosen, rasanten sprachlichen Tour de Force, die die stilistische Eigenart von Yvonne Owuors Erzählstil deutlich macht. Es ist ein physischer, rauer, abgehackter Erzählstil in gehetztem Staccato. Diese Autorin macht Tempo, drängt vorwärts.«
Sigrid Löffler, SALZBURGER NACHRICHTEN

»Ein in seiner Bildsprache ungemein kraftvoller Roman, peilend zwischen poetisch zarten und drastischen Tönen, aus Rückblenden und Vorausverweisen kunstvoll gewoben, ein eminent politisches Buch.«
Hartmut Buchholz, BADISCHE ZEITUNG

»[Eine] Sprache, die voller Bilder und Metaphern steckt und einen schon nach wenigen Worten in ihren Bann zieht.«
Katrin Schmiedekampf, NIDO

Yvonne Adhiambo Owuor

YVONNE ADHIAMBO OWUOR wurde 1968 in Kenia geboren. Ihre Kurzgeschichten erschienen in internationalen Literaturmagazinen. 2003 wurde sie mit dem Caine Prize for African Writing ausgezeichnet. ›Der Ort, an dem die Reise endet‹ ist ihr erster Roman, der 2015 auf der Shortlist für den Folio Prize stand und für den sie den Jomo Kenyatte Prize for Literature erhielt. Yvonne Adhiambo Owuor lebt in Nairobi.

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