Der Vogel, der spazieren ging

Martin Kluger

Der Vogel, der spazieren ging

Roman

318 Seiten Erscheinungstag: 21.02.2008
ISBN 978-3-8321-7998-4

19,90*
In den Warenkorb

* Preis inkl. MwSt. in Deutschland

14,99*
In den Warenkorb

* Preis inkl. MwSt. in Deutschland

Eine verrückte Familiengeschichte, weltumspannend, voll jüdischem Witz

Samuel Leiser ist ein einsamer Vogel. Sein Vater Yehuda entkam den Nazis, indem er vorgab, Autor zu sein und als Künstler nach Amerika einreisen durfte – wo er zum gefeierten Kriminalschriftsteller Jonathan Still wurde. Nun übersetzt Samuel seine Bücher ins Deutsche. Zwischen den Zeilen sucht und findet er versteckte Botschaften. Doch was bedeuten sie?

In einem Sommer Anfang der Siebziger zieht Samuels frühreife Tochter Ashley aus England zu ihm nach Paris, damit sich beide einmal in Ruhe kennenlernen. Bald aber wird es eng in der kleinen Wohnung: Samuels Ex-Frau Letitia kommt mit Vater und neuem Freund zu Besuch. Durchreisende bleiben länger als erwartet, sogar Yehuda fliegt samt Gangster-Verwandtschaft ein. Dem turbulenten Familientreffen zwischen Eheschwüren und Eifersuchtsdramen entkommt Samuel nicht einmal, indem er sich in seine Spanischlehrerin verliebt. Denn nicht nur die Menschen seines Lebens überfallen ihn, sondern auch ihre Geschichten und ererbten Alpträume – bis zum furiosen Finale.

Martin Kluger erzählt eine drei Generationen umspannende Geschichte um die Liebe: eine melancholisch-ironische Comédie humaine.

Stimmen zum Buch

„Die herzzerreißende Komik dieses Totentanzes schöpft Martin Kluger aus dem Stoff der Träume: Kinostoff, zusammengesetzt aus leuchtenden Einfällen, Sentenzen und Verweisen von Danny Kaye bis William Shakespeare und souverän kombiniert mit den Mitteln des klassischen Entertainment.“
NZZ

„So beschwingt erzählen nur wenige vom Schweren und Unberechenbaren: ‚Der Vogel, der spazieren ging’ hebt tatsächlich ab, wenn er seine Hauptfigur mit gestutztem Gefieder durch die große Stadt Paris und seinen Vater-Sohn-Konflik torkeln lässt. […] Wie schwer ist es, eine Identität wieder aufzubauen, wenn sie einem erstmals genommen wurde, auch davon spricht dieser Roman dieses wunderbar sprachstilistischen, fantasiebegabten Erzählers.“
DER TAGESSPIEGEL

„Martin Kluger erzählt eine 'verfremdete Familiengeschichte' – temporeich und mit viel Witz. […] Ein Soufflé sei sein neuer Roman, 'ein Soufflé, in dem ein paar Giftpfeile stecken’: leicht, luftig und gehaltvoll. […] Martin Klugers neuer Roman, ist zweifelsohne sein bislang amüsantester – allen 'Giftpfeilen’ zum Trotz.“
KÖLNER STADT-ANZEIGER

„Ein Buch voller Heiterkeit und Lebenswitz […] Die Schönheit dieses Romans resultiert geradewegs aus eine Überdosis – von Witz, Heiterkeit, Imagination und anderen Zutaten. […] Aber es gelingt ihm, eine Welt zu entwerfen, die niemals konstruiert oder bloß erdacht wirkt, eine tiefe, dichte Welt, in die man sich als Leser am Liebsten hinein kopieren würde.“
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Martin Kluger

Martin Kluger wurde 1948 in Berlin geboren und lebt dort. Er studierte Anglistik und Linguistik und arbeitete als Werbetexter und literarischer Übersetzer (u. a. Malcolm Lowry, Donald Barthelme, John Fowles, Iris Murdoch, Aharon Appelfeld). Außerdem schreibt er Drehbücher für Film und Fernsehen. 1998 veröffentlichte er den Roman ›Die Verscheuchte‹, bei DuMont erschienen der Erzählungsband ›Der Koch, der nicht ganz richtig war‹ (2006) sowie seine Romane ›Abwesende Tiere‹ (2002), ›Die Gehilfin‹ (2006) und ›Der Vogel, der spazieren ging‹ (2008). Martin Kluger wurde 2008 mit dem Bremer Literaturpreis und dem Candide-Preis der Stadt Minden ausgezeichnet.