Der große Preis

Isabelle Graw

Der große Preis

Kunst zwischen Markt und Celebrity Culture

256 Seiten , 17 s/w Abbildungen
Erscheinungstag: 14.11.2008
ISBN 978-3-8321-9007-1

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Der große Preis. Kunst zwischen Markt und Celebrity Culture

Endlich ein Buch, das dem komplexen Verhältnis zwischen „Kunst“ und „Markt“ auf den Grund geht. Endlich eine Alternative zur gängigen Kunstmarktliteratur, die zwischen Ratgeberkultur, Augenzeugenbericht Marktkritik stagniert. Isabelle Graw nimmt den aktuellen Kunstboom samt Siegeszug des Markterfolgs zum Anlass, um das Wechselspiel zwischen der Kunst und ihren Märkten zu untersuchen. Aufregend ist dieses Buch, weil die Autorin an zwei Fronten zugleich kämpft: Gegen den idealistischen Glauben an die Kunst als das Andere des Marktes und gegen die ökonomistische Verkürzung der Kunst auf eine Ware wie jede andere. Das Kunstwerk nämlich stellt einen „Sonderfall der Ware“ dar.

Analog zu Markt und Kunstwerk wird auch die Kunstwelt neu bestimmt – als eine Visualität und Bedeutung herstellende Industrie, in der die Celebrity-Logik regiert. „Celebrity Culture“ zeigt das wahre Gesicht eines Marktes, der darauf aus ist, unser gesamtes Leben erfolgreich zu Markte zu tragen.
Auch Künstler/innen gesteht Graw das Zeug zur Celebrity zu, doch haben sie der Celebrity etwas Entscheidendes voraus: Sie verfügen nämlich über ein Produkt, das nicht mit ihrer Person in eins fällt. Es ist die Pointe dieses Buches, dass es künstlerischen Arbeiten die Fähigkeit zutraut, die neuen Zwänge des Marktes und seiner Celebrity Culture in ihre Schranken zu verweisen.

Isabelle Graw

Isabelle Graw, geboren 1962, lebt als Kunstkritikerin in Berlin. 1990 gründete sie gemeinsam mit Stefan Germer (†) die Zeitschrift Texte zur Kunst, deren Herausgeberin und Redakteurin sie seither ist. Tätigkeit als freie Autorin für „artforum", die „TAZ", „Die Zeit" und Verfasserin zahlreicher Katalogtexte. Sie ist Professorin für Kunstgeschichte und Kunsttheorie an der Kunsthochschule für bildende Kunst, Städelschule, Frankfurt am Main. Erste Buchveröffentlichung: „Silberblick. Texte zu Kunst und Politik" (1999). Bei DuMont erschien 2003 als zweite Veröffentlichung „Die bessere Hälfte. Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts". Im Jahr 2008 erschien bei DuMont "Der große Preis" und ebenfalls 2008 die beiden Bände „Under Pressure. Pictures, Subjects and the New Spirit of Capitalism" und „Canvases and Careers today. Criticism and its markets" bei Sternberg Press, herausgegeben mit Daniel Birnbaum, Mitbegründer des von beiden gegründeten „Instituts für Kunstkritik".