Urwaldgäste

Roman Ehrlich

Urwaldgäste

Erzählungen

272 Seiten Erscheinungstag: 10.09.2014
ISBN 978-3-8321-9753-7

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Magische Erzählungen vom Menschsein unter Menschen

In einer Quizsendung wird das Gespräch zwischen Moderator und Kandidatin mit einem Mal sehr persönlich. Im Aquapark Sealife spuckt eine Seekuh ein Kinderkassettenradio mit merkwürdigen Aufnahmen aus. Und eine Agentur für alternative Realitäten preist ein mysteriöses Produkt an mit den Worten: »Unser Angebot richtet sich nicht primär an die, die immer schon mal ein anderer sein wollten. Sondern vielmehr an diejenigen, die denken, all die anderen sollten andere sein.«
Nach seinem viel gelobten Debütroman ›Das kalte Jahr‹ versammelt Roman Ehrlich in ›Urwaldgäste‹ zehn Geschichten aus dem ganz normalen Alltag – mit doppeltem Boden und geheimnisvollen Abgründen. Es geht um die Kippmomente unserer Arbeits- und Medienwelt. Die Momente, in denen Menschen zu Zurückgelassenen werden, zu Bedürftigen nach Rückhalt und Liebe. Sie alle haben das Gefühl, immer nur Gast zu sein, an einem Ort mit undurchschaubaren Regeln. Und sie fordern ein, was bislang keine Rolle gespielt hat: dass jetzt die eigene Geschichte beginnen kann.

Stimmen zum Buch

"Das Buch eröffnet den Blick auf Abgründe und setzt ein Gedankenkarussell in Gang, das sich auch noch weiterdreht, wenn Ihr das Buch längst aus der Hand gelegt habt."
RADIO FRITZ

"Ehrlich hat einen wunderbar klaren Stil [...] er jongliert gekonnt mit mehreren, ineinander verschachtelten Erzählebenen."
Iris Hetscher, WESER KURIER

„Roman Ehrlichs atmosphärisch dichter Roman entwirft eine durchformatierte Gesellschaft in der kapitalistischen Endzeit […] die narrative Stärke Ehrlichs liegt im Mikroskopischen. Besonders genau beherrscht er die detailgenaue und doch mehrdeutige Beschwörung von Alltagssituationen, wobei das Reale surreal wird und Surreales […] ganz real […] wunderbar leichthändig geschrieben.“
Oliver Jungen, F.A.Z.

„Außergewöhnliche literarische Hochkultur!“
Insa Wilke, WDR3

„Ein spannender, junger Autor.“
Andreas Merkel, INTERVIEW

„Im Grenzgebiet zwischen dem fassbaren Dasein und den unfassbaren Möglichkeiten, die sich dahinter verbergen, sind die zehn Texte in Roman Ehrlichs Erzählband angesiedelt (…) Ein raffinierter und reflektierter Autor.“
Christoph Schröder, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Roman Ehrlich erweist sich in seinen wunderbaren Erzählungen als unerschütterlicher Beobachter […] mutig, sensibel, intelligent und mit bewundernswerter Sorgfalt geschrieben […] Sein Blick kennt die Präzision des sicheren Schnitts, sein Ton die elegante Distanz, unter der sich eine große Fähigkeit zur Empathie schützt.“
Angelika Overath, NEUE ZÜRICHER ZEITUNG

"Der Erzählungsband […] irritiert im besten Sinne."
Angela Leinen, taz

"Ehrlich gestaltet irreale, phantastische Einsprengsel in einer gespenstisch leerlaufenden und entfremdenden Gegenwartswelt. Noch sind dies meist klug komponierte und druchdacht ausgeführte Fingerübungen, aber hier hat einer seine sorgsam entwickelte Software voll im Griff."
Helmut Böttiger, DEUTSCHLANDRADIO

"Momentaufnahmen aus einer Welt, die wir nicht (immer) verstehen.(…) Ehrlich ermuntert mit seinen Worten, das Kopfkino zu öffnen."
Thorsten Karbach, AACHENER NACHRICHTEN

"Zehn Geschichten aus dem ganz normalen Alltag - mit doppeltem Boden und geheimnisvollen Abgründen."
STADTZAUBER KULTURMAGAZIN

Roman Ehrlich

Roman Ehrlich, geboren 1983 in Aichach, aufgewachsen in Neuburg an der Donau, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Freien Universität Berlin. Er war Stipendiat der Werkstatttage des Wiener Burgtheaters, nominiert für den open mike und Teilnehmer der Autorenwerkstatt Prosa am LCB. Für seinen Debütroman ›Das kalte Jahr‹ (DuMont 2013) erhielt er den Automatische-Literaturkritik-Preis der Riesenmaschine, den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis sowie den Robert-Walser-Preis.