Ach, dieses Paradies

John Cheever

Ach, dieses Paradies

Roman

128 Seiten, Originalverlag: Alfred A. Knopf, 1982 , Originaltitel: Oh What a Paradise It Seems
Erscheinungstag: 02.10.2013
ISBN 978-3-8321-9691-2

Übersetzung: Thomas Gunkel iThomas Gunkel, geboren 1956, übersetzte neben John Cheever u. a. John Griesemer, Jon Krakauer, Nick McDonell, Stewart O’Nan, Chaim Potok und William Trevor ins Deutsche.

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Der größte Schädling auf Erden ist der Mensch!

Lemuel Sears ist ein Geschäftsreisender aus New York und passionierter Naturfreund. Hin und wieder besucht er ein idyllisches Fleckchen in Connecticut, um auf dem Beasley-Teich Schlittschuh zu laufen. Damit soll es plötzlich vorbei sein, denn dort plant man eine Mülldeponie. Lemuel will dies mit allen Mitteln verhindern. Von der Rettung »seines kleinen Paradieses« können ihn auch die Affäre mit der kapriziösen Renée und andere Begegnungen nicht abbringen. Bei seinem Kreuzzug gegen die skrupellosen Umweltverschmutzer erhält er sogar überraschende Unterstützung.
In dem kurz vor seinem Tod veröffentlichten Roman ›Ach, dieses Paradies‹ greift der Visionär John Cheever das Thema Naturschutz auf und zeigt sich einmal mehr als Meister der ironisch-hintersinnigen Erzählung. Auch was gut ist, ist bei Cheever selten gut gemeint. Der große amerikanische Spötter zeigt in diesem entlarvenden Stück Literatur: Egal, wie moralisch wir zu handeln glauben, wir handeln stets selbstsüchtig.

Mit einem Nachwort von Peter Handke.

Stimmen zum Buch

"Auch in seinem letzten literarischen Schelmenstreich zeigt sich John Cheever wieder als wunderbar garstiger Satyr und harmlos schlendernder Brunnenvergifter im falschen Paradies von Suburbia. Dass dieser herrlich böse kleine Roman, dessen Witz schillert wie die Regenbogenfarben auf einer Öllache, dank Thomas Gunkel erstmals in einer kongenial unverblümten deutschen Übersetzung vorliegt, ist jeden Sündenfall wert.“
Christopher Schmidt, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"John Cheevers Roman aus dem Nachlass, ist ein grandioses kleines Meisterwerk an Ironie, Erzählfreude und bösem Entlarven romantischer Kleinstadt-Idylle."
Matthias Koeffler, BUCHMARKT

„John Cheever wird derzeit wiederentdeckt […] er gehört zu den großen amerikanischen Autoren des 20. Jahrhundert, einer, dem von anderen Autoren Bewunderung entgegenschlägt für seine Fähigkeit, in alltäglichen Begebenheiten etwas Substanielles zu entdecken […] bei Cheever geht es immer ums Ganze.“
Ulrich Rüdenauer, TAZ

"Leichtfüßig und krafvoll zieht dieser Roman seine Bahnen und prägt uns seine Geschichte ein [...] John Cheever zaubert anheimelnde Atmosphären, kleine Vignetten der Paradies-Sehnsucht, und kippt sie im nächsten Satz ins Abgründige [...] Dieser Roman hinterlässt eine Leuchtspur, Abglanz des Glücks, das man bei seiner Lektüre empfindet; auch eine Art von Paradies."
Meike Feßmann, DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

„Cheever erzählt mit irritierender Klarheit […] Wundersam erscheint es in seinem Realismus, das realistische erscheint höchst wunderlich. Diese schwebenden Übergänge sind es, die Cheevers Roman Reiz und Suggestionskraft verleihen.“
Ulrich Rüdenauer, KÖLNER STADT-ANZEIGER

"Cheever beweist sich als durch und durch moderner Autor, dessen Stil bis heute nicht an Wucht verloren hat."
Michaela Adick, HEILBRONNER STIMME

"Zutiefst berührend und hochkomisch!"
SONNTAGSZEITUNG

""Ach, dieses Paradies" ist ein empfindungsreicher, gedankenvoller, stilsicherer, nicht im mindesten verjährter Roman, dessen Neuauflage ausgezeichnet in unsere Zeit passt."
Eberhard Falcke, DIWAN, BR2

"Very entertaining […] Übersetzer Thomas Gunkel ist es geglückt, einen eigentlich unübersetzbaren Wortwitz so zu übersetzen, dass er lustiger ist als im Original."
Klaus Nüchtern, FALTER

"Cheever, der große amerikanische Spötter, zeigt in diesem entlarvenden Stück Literatur: Egal, wie moralisch wir zu handeln glauben, wir handeln stets selbstsüchtig."
NEUE APOTHEKEN ILLUSTRIERTE

John Cheever

John Cheever, 1912 geboren in Quincy, Massachusetts, gestorben 1982, gilt als einer der Innovatoren der amerikanischen Erzählkunst. Im flimmernden Wechsel zwischen Parodie, Satire und scheinbar treuherzig-naivem Bericht vom Tun und Lassen der Ostküstenelite hat er einen Schatz an Romanen und Storys hinterlassen, der in deutscher Sprache nie angemessen erschlossen wurde. Thomas Gunkels Übersetzung der Wapshot-Chronik füllt eine bislang weiße Stelle auf der Karte der modernen Weltliteratur.