Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort

Ned Beauman

Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort

Roman

416 Seiten , Originalverlag: Sceptre, an imprint of Hodder & Stoughton, London, 2012, Originaltitel: The Teleportation Accident
Erscheinungstag: 07.03.2013
ISBN 978-3-8321-8708-8

Übersetzung: Robin Detje iRobin Detje lebt als Autor und Übersetzer in Berlin. Er übertrug unter anderem Bücher von Shalom Auslander, Ned Beauman, Paul Beatty, Kiran Desai, Denis Johnson, Gary Shteyngart, Willy Vlautin und William T. Vollmann ins Deutsche.

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Geschichte ist das, was passiert, während man mit wichtigeren Dingen beschäftigt ist

Geschichte ist das, was passiert, während man mit wichtigeren Dingen beschäftigt ist

Egon Loeser hat es nicht leicht. Der expressionistische Bühnenbildner ist nur einen Buchstaben vom loser entfernt, und er weiß es. Die tollen Frauen kriegt alle Bertolt Brecht ab, den extrem paarungsbereiten Egon übersehen sie sträflich. Als er seine ehemalige Schülerin Adele Hitler (nicht verwandt oder verschwägert) nach Jahren wiedersieht, scheinen sich die Wolken zu lichten. Leider mutiert die achtzehnjährige Unschuld vom Lande zum nymphomanen Zentrum des Berliner Nachtlebens, um schließlich zu verschwinden – nicht ohne vorher Brecht getroffen zu haben. Egons Obsession treibt ihn in die Absinth-Bars von Paris und die Geheimlabors von Los Angeles, immer auf den Spuren Adeles und dreier Geheimnisse, die es zu entschlüsseln gilt: Was hat es mit der geheimnisvollen Teleportation auf sich, die im 17. Jahrhundert fünfundzwanzig Theaterzuschauer das Leben kostete? Warum kriegt ein gut aussehender, kluger und vor allem bescheidener Kerl wie er ums Verrecken keine Frau ins Bett? Und was zum Teufel macht Brecht schon wieder hier?
Ned Beauman hetzt seine Figuren durch einen halsbrecherischen Plot, was nicht ohne Blessuren abgeht. Sein neuer Geniestreich ist wie ein Zungenkuss mit einer Steckdose – sinnlich, kribbelnd, spannungsgeladen. Ein Zukunftsroman aus der Vergangenheit; ein Noir-Roman im Scheinwerferlicht; ein Liebesroman, dem es nur um das Eine geht.

Stimmen zum Buch

„Ein furios komischer Roman über das Drama der Mittelmäßigkeit. Beauman ist der Jungstar der englischen Literatur, der, was Geist, Witz und Virtuosität betrifft, vielleicht noch das andere Wunderkind der englischen Literatur, Adam Thirlwell, in den Schatten stellt. Nur selten können einen Romane so geistreich amüsieren.“
ZEIT

„Beaumans neuster Geniestreich ist wie ein Zungenkuss mit einer Steckdose – sinnlich, kribbelnd, spannungsgeladen.“
BUCH-MAGAZIN

„Ned Beauman hat den irrwitzigsten Roman des Jahrhunderts geschrieben. Das irrste, überraschendste, barockste und vergnüglichste dieses Sommers“
KSTA

„Ein genial-lustiges Buch über einen blasierten Ignoranten […] Das Gehirn von Ned Beauman muss ein abenteuerlicher Ort sein: Berge von Ideen und Brücken, die die abseitigsten Ideen verbinden. Und nun – im März – wird endlich, endlich sein zweiter Roman erscheinen […] ein großer, kluger Spaß. […] Die Kunst an Beaumans Romanen: Alles ist immer ein bisschen anders, ein bisschen alberner, als es in anderen Büchern wäre.“
KULTUR SPIEGEL

„Eine riesenhafte, kluge, unterhaltsame Farce aufs deutsche Jahrhundert.“
Gustav Seibt, SZ

„Loeser ist eine Figur, die beim Lesen so richtig Freude bereitet. Witzig, temporeich und überraschend. Unbedingt lesenswert!“
DER STANDARD

„Ein Parforce-Ritt durch die verruchten Dreissigerjahre. Wunderbar durchgeknallt.“
ANNABELLE

„Fraglos frech, aber auf verdammt hohem Niveau.“
THE SIMPLE THINGS

„Manchmal sind es auch einzelne Sätze, verblüffende Vergleiche, abstruse Randbemerkungen die den Unterscheid zwischen einem guten und einem sehr guten Buch ausmachen […] Ned Beauman legt einen sehr guten Roman vor […] Er ist ein Meister des überraschenden Vergleichs, der klugen Pointe und der effektvollen Gestaltung einer vergangenen Zeit […] Das Buch ist abgedreht, chaotisch, unterhaltsam.“
HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

„Er erzählt humorvoll-augenzwinkernd, salopp und verspinnt die skurrilen Handlungsstränge waghalsig miteinander.“
SRF KULTUR

„Es ist schwindelerregend abstrus konstruiert, hochintelligent komisch und mit irren Figuren gespickt.“
NEUE PRESSE

„Ein anspielungs- und temporeicher Plot […] klug und witzig.“
BIELEFELDER

„Beaumans Roman könnte, obgleich er wahnsinnig komisch ist, ein ernsteres Anliegen kaum haben. Er entwindet dem Nachkriegsdeutschland seine tragische Emigrationslegende und erzählt sie als surrealen Slapstick-Roadtrip. Der Witz erinnert durchaus an den jüdischen Modernismus von Woody Allen, Philip Roth und Mel Brooks.“
DIE WELT AM SONNTAG

„Ein großartig schräger Roman.“
RBB RADIOEINS

„Barocke Spiellust erobert das Cover: Der neue Roman von Ned Beauman empfiehlt sich mit dem Titel „Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort“.
DIE ZEIT

„Der coolste Autor des Bücherfrühlings heißt Ned Beauman. Sein neuer Roman ist kein bißchen weniger wild, wahnsinnig, originell und geistreich. Grandioser Genre-Mash-up!“
NEON

„Mit den Einfällen, die Beauman in einem einzigen Kapitel verbrät, würden andere Schriftstellerkarrieren begründen. Nichts in diesem virtuosen Buch ist vorhersehbar, alles fügt sich dennoch kunst- und sinnvoll mit großer Lust an überraschenden Wendungen und slapstickhaften Zwerchfellattacken zusammen.“
TIP

„Der genialische Wunderkindautor hat schon seinen funkensprühenden Debütroman vor drei Jahren gekonnt mit Dreißiger-jahre-Kolorit ausgestattet. Ebenso turbulent und lakonisch geht es nun im Zweitling zu, aber doch erweitert um eine ergreifende Melancholiedimension (…)Beaumans rasant-virtuose Außenseiterapologie (mit dem schönsten Cover der Saison) ist eine der besten Hanswurstiaden der jüngeren Literatur und war sehr zu Recht für den Booker-Preis nominiert.“
FAZ

„Schönes Beispiel für ein prekäres Lebensgefühl. Unberechenbarkeit (“erstaunlich“), Unbehaustheit („von Ort zu Ort“), Entfremdung („Mechanismus“) und existentielle Unentschiedenheit („beinahe augenblicklich“) – und das alles, bevor es überhaupt losgeht!“
WELT

„Bedeutend ist nur das Vergnügen, das der junge britische Autor mit seinem phantastisch durchgedrehten und so kurzweiligen Roman bereitet. Und das ist gewaltig.“
WESTFALENPOST

„Historischer Roman, Fantasy, Sciencefiction, Horror, Agententhriller, Schmonzette, Farce, Künstlerroman, alles mixt Beauman virtuos zusammen, steckt oben noch eine Kirsche mit Verschwörungstheorien darauf und heraus kommt ein Cocktail, der seine Leser angenehm beduselt zurücklässt, wie zuletzt nach der Lektüre von Alexandre Dumas oder Jules Verne.“
BAYERN 2

„Mit Intelligenz und Hintersinn konstruiert Beauman am laufenden Band tollkühne und witzsprühende Verbindungen des eigentlich Unvereinbaren.“
CULTURMAG

"Beaumans Roman erschlägt einen mit seinem Tempo, seinem intellektuellen Witz, seiner Waghalsigkeit und den unzähligen geistreichen Pointen, die so manchen Nerv treffen. Und er nimmt einem den Atem mit seiner Sprache.“
NZZ

"Eine Farce auf ein deutsches Jahrhundert, bitter, komisch, ironisch."
SCHREIB-LUST.DE

„Beaumans Ideen würden andere Kollegen wahrscheinlich zu einem dutzend Bücher inspirieren, er packt so viele Geschichten in seinen Roman - wunderbar. Lesen!“
LIVE

„Kuriosestes Lesevergnügen dieses Sommers“
WESTFALENBLATT

"Egon Loeser ist eine berauschende Mischung aus Historienroman, Spionage-Krimi, Science-Fiction und Nazi-Satire." ST. GALLER TAGBLATT

Ned Beauman

Ned Beauman ist 1985 geboren. Er studierte in Cambridge und veröffentlichte Artikel in unzähligen Magazinen, unter anderem schreibt er für den Guardian und Dazed & Confused. Er ist Redakteur des Another Man Magazine, Online-Redakteur von Dummy und in England einer der führenden Experten für Comics und Graphic Novels. Bei DuMont erschien 2010 sein Debüt ›Flieg, Hitler, flieg!‹. 2013 erschien sein zweiter Roman "Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort" . www.nedbeauman.co.uk