Artists Anonymous. The Apocalyptic Warriors

Artists Anonymous. The Apocalyptic Warriors

264 Seiten , 356 farbige Abbildungen
Erscheinungstag: 16.09.2010
ISBN 978-3-8321-9222-8

39,95*
In den Warenkorb

* Preis inkl. MwSt. in Deutschland

»We have to support each other in order to support ourselves.« Artists Anonymous

Harte Fakten über die international bekannte Künstlergruppe ›Artists Anonymous‹ sind äußerst knapp. Die Namen: nicht preisgegeben; die Anzahl: variabel; der Wohnsitz: die ganze Welt; das Gründungsdatum: symbolisch auf den 11.09.2009 gesetzt. Nur wenige kennen die Namen oder Gesichter dieser Enfants terribles der Kunstszene, die selbst nicht zu ihren Vernissagen zu erscheinen pflegen und sich öfter maskiert und verkleidet zeigen. Hinter der kontinuierlichen Provokation steckt jedoch eine kluge Strategie: Die gewollte Anonymität des Schaffenden zwingt das Publikum, die Aufmerksamkeit von der Person auf die Kunst zu verlegen. Was im Falle von Artists Anonymous jedoch ebenso kompliziert ist: Weder eine einzelne Arbeit noch eine einzelne Ausstellung können helfen, das Anliegen der Künstler komplett zu begreifen. Erst das ganze Œuvre macht es möglich, in der Vielfalt von Ideen und Anspielungen, Namen und Gestalten, Formen und Farben, Themen, Techniken und Medien die Orientierung zu gewinnen.
Ganz in diesem Sinne widmet sich die vorliegende Publikation dem Opus magnum der Gruppe, dem Zyklus ›Die Krieger der Apokalypse‹ (2006–2009). Drei Jahre und sechs große Einzelausstellungen kennzeichnen die Entwicklung dieses Werkes, das an und in sich eine Einheit bildet. Die Künstler lassen uns die furchterregende Vision der vier apokalyptischen Reiter aus der Offenbarung des Johannes durch das Prisma unserer Zeit betrachten. Die klassischen Themen Hunger, Krieg und Tod haben sie durch die aktuellen Schrecken Drogen, Umweltverschmutzung, Kindermissbrauch und (Aids-)Virus ergänzt. Die vielfältigen medienübergreifenden Rauminstallationen aus Bildern, Fotos, Skulpturen, Videos und kleineren Installationen suggerieren dem Zuschauer unzählige Dimensionen der Realität, die alle zusammen eine neue Welt ergeben – oder zumindest eine andere Sicht auf die Wirklichkeit anbieten.

Texte
Ein Gespräch der Künstler mit Eugen Blume, Direktor des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin

Ausstellung
Zahlreiche Galerie-Ausstellungen 2010
z. B. ›quelle heure est il au paradis‹, Galerie Caprice Horn, Berlin, Eröffnung 12.2.2010