Marcel Beyer

Marcel Beyer

Marcel Beyer wurde 1965 in Tailfingen/Württemberg geboren, ist in Kiel und in Neuss aufgewachsen, lebte bis 1996 in Köln – seitdem in Dresden.

1987 bis 1991 Studium der Literaturwissenschaften in Siegen, Magister (Abschlussarbeit: Friederike Mayröcker. Eine Bibliographie 1946-1990. Frankfurt/M. etc. Peter Lang 1992).

1987 bis heute Zusammenarbeit mit Norbert Hummelt: Auftritte, Video- und Audiokassetten, Gemeinschaftstexte, Übertragungen.

1988 Einrichtung des Friederike Mayröcker Archivs der Wiener Stadt- und Landesbibliothek.

1989 bis 2000 Herausgeber der Reihe „Vergessene Autoren der Moderne“, gemeinsam mit Karl Riha.

1992 bis 1998 Mitarbeit bei Spex.

1998 gemeinsam mit Kathrin Achinger (Stimme) und Matthias Arfmann (Ton) Projekt zu Brion Gysin.

Gastdozenturen, Vortragsreisen, Writer in residence (London, Warwick, New York, Leipzig, Bamberg, Tokio, Kobe, Raketenstation Hombroich).

Interviews, Aufsätze, Platten- und Buchbesprechungen für Zeitungen und Zeitschriften, Linernotes.


Auszeichnungen

Marcel Beyer wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der Johannes-Bobrowski-Medaille zum Berliner Literaturpreis 1996 und dem Uwe-Johnson-Preis 1997. 2001 erhielt er den Heinrich-Böll-Preis.


Veröffentlichungen

Obsession. Bonn: Okeanos Presse 1987 (Prosa).
Kleine Zahnpasta. Gedichte 1987-1989. Paris: dead language press 1989 (100 Ex.).
Buchstabe Geist Buchstabe. 12 hilflose Einbrüche ins Textgeschehen. Köln: Copyzierte Angelegenheit 1990 (10 Ex.).
Das Menschenfleisch. Roman. Frankfurt / M.: Suhrkamp 1991.
Walkmännin. Gedichte 1988 / 1989. Neu-Isenburg: Patio 1991 (200 Ex).
Brauwolke. Gedichte. Papier: John Gerard, Papiergüsse: Klaus Zylla. Berlin: Uwe Warnke 1994 (20 Ex.).
Flughunde. Roman. Frankfurt / M.: Suhrkamp 1995.
HNO-Theater / Im Unterhemd. Zwei Gedichte. Berlin: Uwe Warnke 1995 (100 Ex.).
Falsches Futter. Gedichte. Frankfurt / M.: Suhrkamp 1997.
Schilf. Gedicht. Banholt: In de Bonnefant 1998 (36 Ex.).
Spione. Köln: DuMont 2000.
Zur See. Prosa. Radierungen: Andreas Zahlaus. Berlin: Uwe Warnke 2001 (20 Ex.).
Erdkunde. Köln: DuMont 2002.
Nonfiction. Köln: DuMont 2003.


Editionen

Rudolf Blümner: Der Stuhl / Die Ohrfeige und anderes literarisches Kasperletheater. Siegen: Vergessene Autoren der Moderne 1988.
Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Andreas Okopenko: Gemeinschaftsarbeit. Siegen: experimentelle texte 1989.
Gertrude Stein: Spinnwebzeit / Bee Time Vine und andere Gedichte. Zürich: Arche 1993 (gemeinsam mit Barbara Heine und Andreas Kramer).
George Grosz: Grosz Berlin. Hamburg: Nautilus 1993 (gemeinsam mit Karl Riha).
Rudolf Blümner: Ango laïna und andere Texte. München: edition text + kritik 1993 (gemeinsam mit Karl Riha).
William S. Burroughs. Eggingen: Edition Isele 1995 (gemeinsam mit Andreas Kramer).
Jahrbuch der Lyrik 1998 / 99. Hinreichend lichte Erklärung. München: C. H. Beck 1998 (gemeinsam mit Christoph Buchwald).
Friederike Mayröcker: Gesammelte Prosa 1946-1976. Frankfurt / M.: Suhrkamp 2001 (= Friederike Mayröcker: Gesammelte Prosa, hrsg. von Klaus Reichert).

Übertragungen

... aus dem Englischen (Gertrude Stein, William S. Burroughs, E. E. Cummings, Elsa von Freytag-Loringhoven), zuletzt: Michael Hofmann: Feineinstellungen. Gedichte. Köln: DuMont 2001)
... aus dem Estnischen (in: Poesie der Nachbarn. Die Freiheit der Kartoffelkeime. Hrsg. Von Gregor Laschen)
... aus dem Niederländischen (H.H. ter Balkt)

Die Nächsten Lesungen

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